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United lda lässt ein Internet Schuldnerverzeichnis führen – bigeasydoesit

Die Firma United lda ist eine alte Bekannte in der Adressbuch-Szene. Schon seit Jahren nervt sie deutsche Mediziner mit dem „Verzeichnis der Mediziner“ unter TEMDI.COM (The European Medical Directory).

Ich habe bereits über 40 gerichtliche Verfahren gegen United lda vor deutschen Gerichten geführt. In erster Linie ging es in diesen Verfahren darum, dass United lda auf die behaupteten Forderungen / Ansprüche aus Vertrag verzichtete, bzw. das Gericht das feststellen sollte.  Die Rechtsprechung tendiert mittlerweile dazu, dass es bei solch Adressbuchverzeichnissen wie temdi.com nicht „mit rechten Dingen“ zugeht und Ansprüche aus einem Werbeinsertionsvertrag nicht bestehen dürften.

https://www.recht-steuern-hamburg.de/?p=3961

Das hindert aber offensichtlich United lda nicht daran, mit einer neuen Idee zu versuchen, Geld aus den Kunden heraus zu holen. 

Einer meiner Mandanten schlägt sich seit 2012 mit United lda herum und wird diese Firma nicht los.

Etwas über € 3.900,00 will United lda für einen Eintrag der Daten meines Mandanten für 36 Monate kassieren. Die erste Rechnung belief sich auf € 1.300,11 (brutto).

Das hat mein Mandant bereits mit Schreiben vom 12.07.2012 abgelehnt. Ich habe diese Ablehnung wiederholt mit Schreiben vom 07.06.2016 zum Ausdruck gebracht.

Heute erhält mein Mandant ein Fax von „Credit Bussines Solution“.

Darin wird mitgeteilt, dass mein Mandant nun in das Schuldnerverzeichnis „bigeasydoesit.com“ aufgenommen worden sei und der Eintrag erst dann gelöscht wird, wenn alle Rechnungen beglichen sind! Über 90 Personen aus medizinischen Berufen sind in diesem sog. Schuldnerverzeichnis gelistet.

Man soll also Geld auf das Konto der Firma United lda überweisen und dann einem Anwalt Dr. J. C. Garcia in Madrid darüber Meldung per Fax machen.

Nicht nur das ich diesen öffentlichen „Pranger“ für unseriös halte, sondern er verstößt meiner Ansicht nach gegen geltendes Recht und löst Unterlassungsansprüche gegen United lda aus. Zumal ich auch nicht glaube, dass die Schufa mit diesem Verzeichnis zusammen arbeitet.

Wenn schon der Vertrag mit United lda nicht wirksam ist, dann hat United lda auch keine Ansprüche und kein Recht dazu, Daten von vermeintlichen Schuldnern im Internet zu veröffentlichen.

Ich werde meinem Mandanten raten, dagegen vorzugehen. Ein weiterer Betroffener lässt bereits ebenfalls von mir vertreten.

Nachtrag vom 21. Juni 2016 – Schuldnerverzeichnis erloschen

United lda soll angeblich die Firma Credit Collection Factoring s.r.o. damit beauftragt haben, Forderungen gegenüber deutschen Medizinern beizutreiben. Ein längeres Telefonat mit einem Verantwortlichen dieser Firma ergab, dass man von dort aus die Daten der Mediziner an einer gewissen Herrn Garcia abgegeben habe, der dann wohl, ohne Kenntnis von cc-Factoring das Schuldnerverzeichnis unter bigeasydoesit.com angelegt hat.

Mittlerweile (21.06.2016) sind die Daten der Mediziner aus Deutschland dort nicht mehr abrufbar.

Dies bedeutet aber nicht, dass United lda nicht an anderer Stelle mit weiteren Mitteln versuchen wird, seine unberechtigten Forderungen durch zu setzen.


Es reicht – oder wenn ein Anzeigenverlag es beim Mahnen übertreibt

Wie viele andere Adressbuchfirmen auch, mahnt die Fa. Forum Verlag GmbH aus Wiesbaden säumige Kunden  und fordert diese auf zu zahlen.

Das ist im Grunde vollkommen richtig und macht jedes Unternehmen, wenn es Ansprüche aus einem wirksamen Vertragsverhältnis hat. Soweit so gut.

Doch die Fa. Forum Verlag GmbH ist seit Jahren dafür bekannt, Anzeigen für Infobroschüren zu sammeln, ohne dabei konkret darauf hinzuweisen, dass es sich dabei NICHT um eine Anzeige für die Gemeindebroschüre des jeweiligen Ortes handelt, sondern um eine ganz „eigene“ Publikation der Forum Verlag GmbH.

In –zig Fällen ist es mir schon mitgeteilt worden und ich weise unter anderem aus diesem Grund die Forderungen von Forum gegen meine Mandanten zurück.

Aber selbst das hilft nicht. Die Mandanten werden weiter angeschrieben und massiv unter Druck gesetzt. Das geht sogar so weit, dass in den Schreiben von Forum Verlag „offen“ eingeschüchtert wird.

Mit Sätzen

„Bei Nichtzahlung folgt Gerichtsverfahren!

Negativeinträge bei der Schufa und Creditreform!“

sollen die Kunden massiv eingeschüchtert und zur Zahlung bewegt werden.

Nun haben sich zwei meiner Mandanten entschlossen, gegen die Fa. Forum Verlag GmbH jeweils eine negative Feststellungsklage zu erheben, damit einmal gerichtlich geklärt wird, ob es einen wirksamen Werbevertrag zwischen Forum und dem Mandanten gibt oder nicht.

Denn Sätze wie

„Weiterhin werden wir Ihre Nichtzahlung der Schufa  und Creditreform melden und negative Eintragungen und Bewertungen veranlassen.“

und selbst, wenn man ganz, ganz kleingedruckt am Ende darauf hinweist

„ Die Eintragung in der Schufa und Creditreform erfolgt nach Vorlage eines gerichtlichen Titels.“

muss der Kunde sich aus meiner Sicht, eine solch versuchte Nötigung (Drohung mit einem empfindlichen Übel) nicht gefallen lassen, wenn deutlich wird, dass es nur darum geht den Kunden einzuschüchtern, zumal dieser  bereits die Forderung bestritten hat (vgl. OLG Celle, U. v. 19.12.2013 – 13 U 64/13).

Ich kann nur jedem „Kunden“ von Forum empfehlen, sich anwaltlich beraten zu lassen und gegen unberechtigte Forderungen gerichtlich vorzugehen.  Nur mit einem gezielten Prozess kann festgestellt werden, ob Forum seine Forderung zu Recht beansprucht oder nicht.

Je mehr Prozesse an verschiedenen Orten geführt werden, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass man so dem Verlag ein wenig Einhalt gebieten kann. Eine andere Sprache versteht Forum Verlag nicht!


Gewerbeauskunft-Zentrale…Amtsgericht Düsseldorf bekommt zu tun…

Die Fa. GWE-Wirtschaftsinformations GmbH aus 40597 Düsseldorf mit dem Geschäftsführer Sebastian Cyperski ist in der Adressbuch_Szene hinlänglich bekannt.

Mit ihren „amtlich“ aufgemachten Formularen ist sie schon seit Jahren auf dem Markt und versucht Verträge mit den verschiedensten Unternehmen zu generieren.

Die Aufmachung des Formulars, mit dem der Kunde zu einer Unterschrift gebracht werden soll, ist nicht unumstritten.

Es zeichnet sich aber ab, dass der Gewerbeauskunft-Zentrale in Zukunft ein etwas „herberer“ Wind ins Gesicht bläst als bisher.

Bisher kommen von der Gewerbeauskunft-Zentrale immer noch Drohgebärden gen Kunden.

Mal beruft man sich auf AG Düsseldorf (40 C 8543/11) oder AG Bergisch Gladbach (60 C 182/11) oder die Fa. Deutsche Direkt Inkasso aus Köln mahnt, fordert oder droht mit Eintrag im Schuldnerverzeichnis oder bei der Schufa.

Nun hat vor kurzem die Abteilung 40 des AG Düsseldorf erklärt, angesichts des Urteils des BGH vom 26.07.2012 (VII ZR 262/11), welches  der Entgeltklausel eines Branchenverzeichnisses eine klare Absage erteilt hat, dass nunmehr auch die Abteilung 40 des AG Düsseldorf nicht mehr davon ausgehe, dass der Gewerbeauskunft-Zentrale Ansprüche zustünden.

Angesichts der Tatsache, dass die Gewerbeauskunftzentrale auch nach Zugang von Anfechtungsschreiben etc. weiter versucht Druck zu machen, haben wir nun am AG Düsseldorf diverse negative Feststellungsklagen im Auftrag unserer Mandanten eingereicht.

Das AG Düsseldorf hat diese Klagen mittlerweile erhalten und bearbeitet diese unter 33 C 11180/12; 51 C 11578/12; 51 C 11579/12; 55 C 11879/12; 21 C 11912/12; 58 C 11881/12; 55 C 11880/12; 58 C 11883/12.

Es wird sich zeigen, ob nicht das eine oder andere Urteil gegen die Gewerbeauskunft-Zentrale dabei herauskommt.

Man muss also ganz klar empfehlen, gerichtlich gegen die GWE Wirtschaftsinformations GmbH vorzugehen, wenn man auf Dauer und für die Zukunft Ruhe haben will.


Eine Anzeigenfirma macht „Druck“

Die Fa. FV Forum Verlag GmbH, Wiesbaden ist eine  von vielen Anzeigenfirmen, mit denen sich RA Seeholzer auseinandersetzt.


Eine Anzeigenfirma macht „Druck“

Die Fa. FV Forum Verlag GmbH, Wiesbaden ist eine  von vielen Anzeigenfirmen, mit denen sich RA Seeholzer auseinandersetzt.


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