negative feststellungsklage

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Kanzlei für Wirtschaftsrecht, Rechtsanwältin Claudia Mölleken betreibt Inkasso für GWE, Düsseldorf

Die Gewerbeauskunft-Zentrale.de in Düsseldorf beschäftigt eine ganze Reihe von Personen und Institutionen mit dem Inkasso für die eigenen (vermeintlichen) Forderungen.

Neben verschiedenen Anwälten und der Deutsche Direkt Inkasso in Köln nun eine weitere Anwältin.


Gewerbeauskunft-Zentrale GWE GmbH, Düsseldorf muss mit Niederlage rechnen

In einer von uns gegen GWE anhängig gemachten negativen Feststellungsklage, hat sich die zuständige Abteilung des AG Düsseldorf (55 C 11879/12) mit einem richterlichen Hinweis gem. § 139 ZPO an die Parteien gewandt und folgendes mitgeteilt:

Seiner (des Gerichts) Ansicht nach ist die Entgeltklausel im Formular der Beklagten (GWE) unter Zugrundelegung der vom Kläger zitierten Rechtsprechung des BGH (Urteil vom 26.07.2012, Aktz.: VII ZR 262/11) gemäß § 305c BGB als überraschende Klausel nichtig.

Damit ist eine weitere Abteilung des AG Düsseldorf der Auffassung, dass zumindest die Entgeltklausel aus den Formular 2010 nicht greift und die „Gewerbeauskunft-Zentrale“ keinen Zahlungsanspruch hat.

 

 


Vermeintlicher Sitz in Portugal und Mexiko…?

Firmen wie die United Lda. aus Lissabon, Portugal mit ihrem Verzeichnis temdi.com und Expo Guide, S.C. I aus Mexico mit dem Verzeichnis expo-guide.com sind in der Adressbuch_Szene bekannt.

Bei beiden Firmen wird versucht mittels der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB’s) einen Gerichtsstand im Ausland zu vereinbaren, entweder in Portugal oder in Mexiko.


Gewerbeauskunft-Zentrale…Amtsgericht Düsseldorf bekommt zu tun…

Die Fa. GWE-Wirtschaftsinformations GmbH aus 40597 Düsseldorf mit dem Geschäftsführer Sebastian Cyperski ist in der Adressbuch_Szene hinlänglich bekannt.

Mit ihren „amtlich“ aufgemachten Formularen ist sie schon seit Jahren auf dem Markt und versucht Verträge mit den verschiedensten Unternehmen zu generieren.

Die Aufmachung des Formulars, mit dem der Kunde zu einer Unterschrift gebracht werden soll, ist nicht unumstritten.

Es zeichnet sich aber ab, dass der Gewerbeauskunft-Zentrale in Zukunft ein etwas „herberer“ Wind ins Gesicht bläst als bisher.

Bisher kommen von der Gewerbeauskunft-Zentrale immer noch Drohgebärden gen Kunden.

Mal beruft man sich auf AG Düsseldorf (40 C 8543/11) oder AG Bergisch Gladbach (60 C 182/11) oder die Fa. Deutsche Direkt Inkasso aus Köln mahnt, fordert oder droht mit Eintrag im Schuldnerverzeichnis oder bei der Schufa.

Nun hat vor kurzem die Abteilung 40 des AG Düsseldorf erklärt, angesichts des Urteils des BGH vom 26.07.2012 (VII ZR 262/11), welches  der Entgeltklausel eines Branchenverzeichnisses eine klare Absage erteilt hat, dass nunmehr auch die Abteilung 40 des AG Düsseldorf nicht mehr davon ausgehe, dass der Gewerbeauskunft-Zentrale Ansprüche zustünden.

Angesichts der Tatsache, dass die Gewerbeauskunftzentrale auch nach Zugang von Anfechtungsschreiben etc. weiter versucht Druck zu machen, haben wir nun am AG Düsseldorf diverse negative Feststellungsklagen im Auftrag unserer Mandanten eingereicht.

Das AG Düsseldorf hat diese Klagen mittlerweile erhalten und bearbeitet diese unter 33 C 11180/12; 51 C 11578/12; 51 C 11579/12; 55 C 11879/12; 21 C 11912/12; 58 C 11881/12; 55 C 11880/12; 58 C 11883/12.

Es wird sich zeigen, ob nicht das eine oder andere Urteil gegen die Gewerbeauskunft-Zentrale dabei herauskommt.

Man muss also ganz klar empfehlen, gerichtlich gegen die GWE Wirtschaftsinformations GmbH vorzugehen, wenn man auf Dauer und für die Zukunft Ruhe haben will.


Weit über 30 Klagen gegen United Lda, Portugal und kein Ende in Sicht…

RA Seeholzer hat bereits über 30 Klagen gegen die Fa. United Lda (temdi.com) in Deutschland anhängig gemacht.

Mit diesen Klagen soll erreicht werden, dass United Lda letztendlich wirksam auf vermeintliche Ansprüche verzichtet. In den meisten Fällen gelingt das auch.


So, so… aus Kulanz…

Die Fa. United Lda. aus Portugal, deren Post in Österreich aufgegeben wird, ist es offensichtlich „leid“, ständig gerichtlich in Anspruch genommen zu werden. United betreibt ein „Internetadressbuch“ unter dem Titel Temdi (The European Medical Directory) sowie unter registerwu.com .


Adressbuchfirma aus Portugal hält nicht mehr am Vertrag fest

Die Fa. United Lda. mit (vorgeblichem) Sitz in Lissabon, Portugal unterhält im Internet eine Plattform mit dem Namen temdi.com. Dieses „Verzeichnis der Mediziner“ ist nach eigener Auskunft von United ein Spezialverzeichnis auf internationaler Ebene, im medizinischen Bereich eine einzigartige Plattform.

Eine Mandantin von RA Seeholzer hatte das Formular „Verzeichnis der Mediziner“ Ende November 2011 unterschrieben. Daraufhin erhielt die Mandantin am 19.12.2011 eine Rechnung über € 1.300,11 zugestellt. Die Mandantin hatte die von United bereits aufgenommenen Daten nicht verändert, sondern lediglich unterschrieben, korrigiert und zurück geschickt.

Nachdem RA Seeholzer mit Schreiben vom 19.01.2012 die Willenserklärung der Mandanten wegen §§ 123, 124 BGB angefochten hatte, erklärte die Fa. United noch mit Schreiben vom 31.01.2012 gegenüber der Mandatin direkt..

„Wir bitten Sie nun aber, Ihrerseits den vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen und die zur Zahlung fällige Rechnung für die von Ihnen bestellte Anzeige in den nächsten Tagen zu begleichen.“

Mit Schreiben vom 15.02.2012, hier eingegangen am 20.02.2012, ändert United Lda. auf einmal ihre Haltung. Offensichtlich zeigen die von RA Seeholzer gegen United Lda. vielfach ausgebrachten negativen Feststellungsklagen in Deutschland ihre Wirkungen.

Über 2,5 Seiten wird RA Seeholzer mehr oder weniger darüber belehrt, wieso die von im vertretene (rechtliche) Meinung falsch sei.

Dann kommt im letzten Satz des Schreibens die „Erkenntnis“.

„Nach dieser ausführlichen Richtigstellung des Sachverhaltes, dürfen wir zusammenfassend festhalten, daß zweifellos ein rechtswirksamer und rechtsgültiger Vertrag vorliegt. Wir haben den Vorgang jedoch unserer Geschäftsführung nochmal zur Prüfung vorgelegt. Da es so zu sein scheint, daß Ihre Mandantin an einer Weiterführung des Vertrages doch nicht interessiert ist, teilen wir insofern mit, daß der Vertrag mit sofortiger Wirkung storniert wird. Dies geschieht selbstverständlich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz, sondern vielmehr aus Kulanz Ihrer Mandantin gegenüber.“

Mit anderen Worten, United verzichtet nun doch auf die Geltendmachung ihrer Ansprüche aus dem „wirksamen und rechtsgültigen“ Vertrag.

Dieser Fall zeigt exemplarisch, dass es sich lohnt, „vermeintliche“ Vertragsverhältnisse fachkundig überprüfen zu lassen und sich zur Wehr zu setzen, bevor man – wie im oben genannten Fall – fast € 4.000,00 für einen Werbevertrag von über 36 Monate bezahlt

 

 


United lda. unterliegt erneut…

Das AG Osterholz-Scharmbeck (13 C 798/11)  hat eine Entscheidung gegen United Lda. aus Portugal gefällt.

Das AG hat im Wege eines Teilanerkenntnis- und Schlussversäumnisurteils am 17.11.2011  entschieden:


Adressbuchfirma aus Portugal kassiert Urteil

Gegen die  Fa. United Lda, mit Sitz in Lisbon, Portugal ist  vor dem AG München (VU vom 03.11.2011 233 C 21233/11) ein Versäumnisurteil ergangen.


Kassenärztliche Vereinigung Berlin berichtet über Adressbuch-Firma aus Portugal

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin www.kvberlin.de (kurz KV Berlin) berichtet in ihrer Ausgabe KV-Blatt 10.2011 ab S. 28ff. über das „Verzeichnis der Mediziner“ der Fa. United. Lda in Portugal. Diese Fa. betreibt unter dem Internetportal temdi.com ein virtuelles Verzeichnis, in dem sich medizinische Berufe etc. eintragen lassen können.

Über die Gestaltung der von United Lda. genutzten Anschreiben und Formulare ist an dieser Stelle schon berichtet worden.

RA Seeholzer betreut seit Jahren Mandanten gegen United Lda. und andere Firmen.

Mittlerweile hat RA Seeholzer im Auftrag seiner Mandanten bundesweit sog. negative Feststellungsklagen gegen United Lda. anhängig gemacht, mit dem Ziel, dass gerichtlich festgestellt wird, dass keine Ansprüche aus einem Werbeinsertionsvertrag bestehen.

Denn nur eine gerichtliche Entscheidung bietet dem Mandanten Schutz davor, nicht noch jahrelang mit Zahlungsaufforderungen, Mahnungen und schlimmstenfalls mit einem gerichtlichem Verfahren konfrontiert zu werden.

Wichtig ist, dass man, sobald man erkennt, mit einer Forderung überzogen zu werden, die möglicherweise nicht zu Recht besteht, zu handeln. Man sollte sich beraten lassen.

 

 


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