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Da weht dem Forum Verlag, Koblenz eine steife Brise aus dem Norden entgegen

Nachdem an die Firma Forum Verlag, Josef-Görres-Platz 2, 56068 Koblenz, vertreten durch die Geschäftsführerin Irene Wolf dank der Mithilfe des Prozessbevollmächtigten vom Forum Verlag eine Klage zugestellt werden konnte, hat das Amtsgericht Otterndorf den Parteien am 24.02.2016 eine Ladung zugestellt und einen Hinweis erteilt (AG Otterndorf, HB vom 24.02.2016).

Forum Verlag ist in diesem Verfahren die Beklagte.

„Die Parteien werden auf folgendes hingewiesen:

Amtsgerichte im hiesigen Gerichtsbezirk einschließlich dem Berufungsgericht, dem Landgericht Stade, die sich bereits mit dem Vertragsformular der Beklagten befasst haben, gehen von einem fehlenden Vertragsschluss zwischen der Beklagten und ihren Kunden aus. Auf dieser Basis rege ich dringend an, dass sich die Parteien gütlich einigen, und zwar wie folgt:

  1. Die Beklagte verpflichtet sich, an die Klägerin € 542,40 zu zahlen.
  2. Die Parteien sind sich darüber einig, dass damit sämtliche Ansprüche der Parteien aus dem streitgegenständlichen Rechtsverhältnis abgegolten sind und dieses beendet ist, insbesondere keine über die unter 1. bestimmte Rückzahlungspflicht der Beklagten und keine weitere Zahlungspflicht zulasten der Klägerin für weitere Ausgaben der Werbebroschüre der Beklagten besteht.
  3. Die Kosten des Rechtsstreits einschließlich dieses Vergleichs trägt die Beklagte.“

 

Die Parteien haben jetzt Gelegenheit sich zu dem Vorschlag des Gerichts zu äußern und diesem gegebenenfalls zustimmen.

Das AG Otterndorf ist damit auf die Linie anderer Gerichte eingeschwenkt, die sich bereits mit dem Forum Verlag und dessen vertraglichem Gebaren beschäftigen mussten.

Nach Auffassung der Klägerin ist zwischen den Parteien bereits kein wirksamer Vertrag geschlossen worden (so auch das  AG Langen; LG Stade; LG Lübeck).

Dass es Gerichte gibt, die dies anders bewerten, ist richtig.

Zur Frage der wirksamen Erfüllung durch den Forum Verlag kommt das AG Otterndorf bei seiner rechtlichen Auffassung erst gar nicht. Im vorliegenden Fall bestehen nämlich ernsthafte Zweifel, ob der Forum Verlag die eigenen vertraglichen Bedingungen erfüllt hat, indem im Umkreis von 75km von der Kundenanschrift die Werbebroschüre verteilt worden ist.

Nach einem ähnlichen Model arbeitet der Mediahaus Verlag, Berliner Allee 44, 40212 Düsseldorf. Wer dort unterschreibt bekommt einen Einjahresvertrag mit vier kostenpflichtigen Auflagen für ein „Bürgermagazin“.  

Wer mit Mediahaus Verlag einen Vertrag abgeschlossen hat, und sich unsicher ist, sollte diesen Vertrag dringend von fachkundiger Seite prüfen und im Zweifel angreifen lassen.


Das fängt gut an – oder warum wehrt sich der HAS Verlag GmbH & Co. KG nicht

Der HAS Verlag aus Hamburg, die Plain GmbH aus Pulheim, die S.W.I.S.S. Werbung GmbH aus CH-Sarnen und andere Anzeigenfirmen vertreiben „Werbeobjekte“, deren Werbewirksamkeit für den jeweiligen Auftraggeber mehr als fraglich ist.

In einem Fall, bei dem es um einen Auftrag bei der Firma HAS Verlag GmbH & Co. KG ging, hatte mich ein Arzt damit beauftragt, den Werbevertrag zu prüfen und gegen HAS vorzugehen.

Mit Schreiben vom 21.04.2015 focht ich die Willenserklärung meines Mandanten, die zu einem möglichen Vertrag hätte führen können an. Ich berief mich für meinen Mandanten darauf, dass kein wirksamer Vertrag vorliegt und die Erfüllung nicht nachgewiesen wurde.

Zusätzlich fällt auf, dass der HAS Verlag sein Formular Anzeigenvertrag, so wie es noch im Februar 2015 genutzt wurde, verändert hat. Wurden im Februar 2015 noch „Inserenten, Stadtverwaltungen und Gemeindeverwaltungen“ als Verteilerstellen benannt, so sind es im aktuellen Formular aus Mai 2015 nur noch „Haushalte mit Tagespost“.

Ob das die Reaktion der Verantwortlichen auf ein Urteil des LG Lübeck gegen den Forum Verlag aus Juli 2015  ist, kann ich nicht ausschließen. Denn die Landrichter hatten Forum Verlag unter anderem attestiert, das solche Verteilerstellen als nicht ausreichend angesehen würden.

Ob nun „Haushalte mit Tagespost“ eine genauere Beschreibung für eine Verteilerstelle ist, bezweifele ich und lass das in den kommenden Wochen einmal vom Amtsgericht Hamburg Altona prüfen.

Für eine entsprechende Erklärung setzte ich dem HAS Verlag eine Frist, welche ergebnislos verstrich.

Stattdessen wurde mein Mandant nach dem Ablauf des Datums vom HAS Verlag noch weiter gemahnt.

Da mein Mandant keine Rechnung vom HAS Verlage GmbH & Co. KG gezahlt hatte, erhielt ich im Juni 2016 den Auftrag, negative Feststellungsklage gegen HAS einzureichen.

Nachdem das örtlich und sachlich zuständige Amtsgericht Hamburg-Altona der Beklagten (HAS Verlag) aufgegeben hatte, die Verteidigungsbereitschaft anzuzeigen, passierte nichts bzw. HAS reagierte nicht.

Antragsgemäß erließ das Amtsgericht Hamburg-Altona am 28.08.2015 ein Versäumnisurteil (314b C 283/15) zu Lasten des HAS Verlages mit folgendem Tenor:

„Es wird festgestellt, dass die Beklagte keine Ansprüche auf Zahlung aus dem vorgeblichen Insertionsvertrag aus Februar 2015 gegen den Kläger hat.“

Dieses Versäumnisurteil wurde am 21.09.2015 zugestellt und die Beklagte hat auch keinen Einspruch eingelegt. Damit ist das Urteil in Rechtskraft erwachsen.

Einen Teil der außergerichtlichen Anwaltskosten hatte ich für den Mandanten auch mit eingeklagt. Da bin ich mir mit dem Richter noch nicht so ganz einig, in welcher Höhe die Kosten von der Beklagten zu erstatten sind.

Zumindest alle Kosten des gerichtlichen Verfahrens, hat die beklagte Firma HAS Verlag GmbH & Co. KG zu tragen.

Ich habe einen weiteren Klagauftrag gegen HAS Verlag erhalten und kann nur jedem dringend raten, sich in Sachen HAS Verlag, Plain GmbH, S.W.I.S.S. GmbH anwaltlich beraten und vertreten zu lassen.

Nur so kann sicher gestellt werden, dass betroffene Kunden optimal beraten und begleitet werden.


Das Landgericht Stade hat Ernst gemacht – Forum Verlag verliert seine Berufung

Bereits am 21.01.2015 hatte ich hier berichtet, dass das Landgericht Stade (4 S 38/14) eine Berufung des Forum Verlages gegen ein Urteil des AG Langen (3 C 124/14 (IV)), voraussichtlich  nach § 522 ZPO zurück weisen würde.

https://www.recht-steuern-hamburg.de/?p=4008

Das LG Stade hat dem Forum Verlag nochmals Gelegenheit gegeben, zu seinen Hinweisen Stellung zu nehmen. Mit Schriftsatz vom 03.02.2015 hat Forum Verlag dies getan konnte am Ende  die Stader Landrichter nicht überzeugen.

Mit Beschluss vom 16.02.2015 hat nun die 4. Zivilkammer des LG Stade die Berufung auf Kosten von Forum Verlag zurück gewiesen.

Nach Auffassung des Landgerichts Stade reicht es nicht aus, wenn in einem Formular Auslieferungsstellen mit „öffentliche Behörden, Arztpraxen, Einzelhandelsgeschäfte, Hotel“ angeführt werden.

Diese Verteilerstellen sind nicht hinreichend beschrieben und geben dem Auftraggeber keine Möglichkeit, die Werbewirksamkeit des Produkts zu erkennen.

Mal sehen, ob ich mit dieser Ansicht des LG Stade auch die Richter am Landgericht Lübeck überzeugen kann.

 


Forum Verlag bekommt vom Landgericht Stade einen deutlichen Hinweis zur Formulargestaltung

Die Firma Forum Verlag GmbH aus Wiesbaden hat gegen ein Urteil des Amtsgericht (AG) Langen (3 C 124/14 (IV)) Berufung zum Landgericht (LG) Stade eingelegt.

Ziel der Berufung sollte sein, das LG Stade möge das Urteil des AG Langen aufheben und die Klage abzuweisen.

Das AG Langen hatte nämlich festgestellt, dass der Fa. Forum Verlag keine Vergütungs-Ansprüche aus einen Insertionsvertrag zustehen würden.

Im Wesentlichen wurde die Entscheidung damit begründet, dass die vertraglichen Bedingungen des von der Firma Forum Verlag genutzten Formulars nach den §§ 305ff. BGB  unwirksam sind, weil irreführend und intransparent.

Verständlich, dass der Forum Verlag diese Entscheidung so nicht hinnehmen wollte und am 03.09.2014 Berufung beim LG Stade einlegte.

Nachdem Forum Verlag die Berufung am 11.09.2014 umfangreich begründet hat, kam nun am 20.01.2015 ein Hinweisbeschluss des LG Stade vom 06.01.2015 (4 S 38/14).

Das LG weist die Fa. Forum Verlag (Beklagte/Berufungsklägerin) darauf hin, gem. § 522 II ZPO die Berufung durch einstimmigen Beschluss der Kammer zurückweisen zu wollen.

Die Kammer beim LG Stade argumentier maßgeblich damit, dass eine wirksame Vereinbarung über einen Insertionsvertrag zwischen den Parteien nicht zustande gekommen ist und orientiert sich dabei auch an einer Entscheidung des LG Mönchengladbach, U. v. 07.04.2006 – 2 S 172/05).

So sind nach Auffassung der Stader Richter die sog. Auslieferungsstellen „öffentliche Behörden, Arztpraxen, Einzelhandelsgeschäfte, Hotels sowie weitere vom Verlag ausgesuchte Adressaten und Inserenten“ nicht hinreichend genug beschrieben.

Soweit also die Fa. Forum Verlag die Berufung nicht zurück nimmt, muss sie damit rechnen, dass das LG Stade den oben genannten Beschluss erlässt und die Berufung zurück weist.

Dagegen kann Forum Verlag dann nur noch die Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nach § 522 III ZPO erheben, soweit diese nicht mangels ausreichender Beschwer ausgeschlossen ist (§ 26 Nr.8 EGZPO).

Nimmt Forum die Berufung zurück, dann wird die Entscheidung des AG Langen rechtskräftig.

Man darf gespannt sein, wie Forum Verlag sich entscheidet.

Für die Kunden die sich mit Forum Verlag eingelassen haben, ist die Entscheidung des LG Stade ein positives Signal, sich gegen diese Art und Weise des Geschäftsgebarens dieser Werbefirma zur Wehr zu setzen.


Form Verlag nervt – oder wie man unsympathisch rüberkommen kann

Seit Jahren setze ich mich mit der Forum Verlag GmbH aus Wiesbaden für meine Mandanten auseinander.

Forum Verlag ist ein Anzeigenunternehmen. Dieses versucht Freiberufler, kleinen Unternehmern etc. in den unterschiedlichsten Regionen Deutschland „Anzeigen“ in ua. sogenannten „Bürgerjournalen“ zu verkaufen.

Streitig ist dabei, ob die Mitarbeiter von Forum am Telefon wirklich alle Informationen geben, die notwendig sind, um einen Vertrag wirksam zu machen.

So z.B. um was für ein Anzeigenobjekt es geht, wie oft eine kostenpflichtige Auflage erfolgen soll, an wen genau zu verteilen ist und wie verteilt wird.

Wie bereits hier berichtet, haben das AG Langen und das AG Meldorf vor kurzem gegen Forum entschieden.

Das AG Oldenburg (in Holstein) dagegen für Forum. Das ist zwar misslich, macht aber nicht mutlos. Denn die Berufung zum LG Lübeck ist erhoben.

Was aber extrem nervt ist folgendes.

In einer anderen Sache mit Forum hatte meine Mandantin im Oktober 2014 das Formular von Forum unterschrieben und zurück gesandt.

Als dann die erste Rechnung abgebucht werden sollte, erkannte meine Mandantin, dass sie auf ein „falsches Produkt“ hereingefallen war und kündigte/widerrief.

Forum Verlag wies darauf hin, dass der Vertrag nicht widerrufen werden könne.

Am 10.12.2014 wandte ich mich mit einem Schreiben direkt an Form Verlag. Ich focht die Willenserklärung meiner Mandantin an, berief mich auf die Unwirksamkeit des Vertrages, erhob die Einrede der Nichterfüllung etc. Dieses Schreiben ging Forum am 15.12.2014 zu.

Am 16.12.2014 wendet sich der Forum Verlag direkt an meine Mandantin. Mittels Telefonat und Schreiben versucht man ihr einen „Vergleich“ aufzudrängen.

Sie sollte doch statt der vier, nur eine Rechnung in Höhe von € 499,45 zahlen, dann wäre die Sache erledigt.

Diesem Schreiben fügt Forum Verlag das oben genannte Urteil des AG Oldenburg in Holstein bei, ohne darauf hinzuweisen, dass dieses Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Ich finde dieses „Druckmachen am Anwalt“ vorbei einfach unseriös und bestätigt meinen persönlichen Verdacht, dass es dem Forum Verlag lediglich um das schnelle Geld und nicht um zufriedene Kunden geht.

Immerhin rief dann später nochmal jemand von Forum bei meiner Mandantin an, „warum denn der Vergleich noch nicht unterschrieben sei“.  

Ich hatte Forum bis zum 29. Dezember 2014, 12.00 Uhr aufgefordert, den Verzicht auf entsprechende Forderungen zu erklären.

Mal sehen, ob das noch was komnt. 😉


Forum Verlag, Koblenz verliert – und zwar doppelt

Über den Forum Verlag aus Wiesbaden, Koblenz vertreten durch die Geschäftsführerin Irene Wolf habe ich schon oft berichtet.

Zuletzt hatte ich für meine Mandanten zwei Verfahren gegen Forum gewonnen. Das erste vor dem AG Langen (3 C 124/14 (IV) –nicht rechtskräftig-), das zweite mittels Versäumnisurteil vor dem AG Meldorf (84 C 330/14). Das AG Meldorf hatte in einer Verfügung darauf hingewiesen sich dem AG Langen in der Meinung anzuschließen.

Dem LG Stade (4 S 38/14) liegt nun das Urteil des AG Langen zur Prüfung vor. Das Urteil des AG Meldorf als Versäumnisurteil wird voraussichtlich rechtskräftig werden.

Nun hat das AG Oldenburg  (in Holstein) nicht überraschend, ob der Hinweise in der mündlichen Verhandlung eine Klage gegen Forum abgewiesen. Das Urteil vom 14.11.2014 (23 C 136/14) ist noch nicht rechtskräftig. Wir können Berufung zum LG Lübeck bis zum 18.12.2014 einlegen.

Leider hat das Gericht aus meiner Sicht es versäumt, sich mit den Besonderheiten des Vertragsabschlusses zu befassen und sich darauf kapriziert, dass dem Formular der Fa. Forum grundsätzlich alle vertragsrelevanten Bestimmungen zu entnehmen sind.

Meiner Ansicht nach, ist z.B. die Formulierung

„Das Ausgabegebiet befindet sich im Umkreis von 75km der Kundenanschrift.“

Nicht genau genug, um für den Auftraggeber zum Zeitpunkt der vertraglichen Willenserklärung erkennen zu können, wo genau den nun verteilt wird.

Auch die Verteilerstellen (Hebammenpraxis, Sparkassen etc.) aus den von Forum vorgelegt Listen, entsprechen aus meiner Sicht nicht dem vertraglich geschuldeten, es sei denn man lässt es zu, wie es offensichtlich das AG Oldenburg macht und lässt dem Auftragnehmer die Auswahl; dies entspricht aber nicht dem Wesen des Werkvertrages.

Zwar ist das Urteil des AG Oldenburg begründet, nur geht es an dem Verhalten des Forum Verlages bzw. der Praxis „vorbei“.

In einer weiteren Sache, wo mich die Betroffenen bereits mit einer Klage gegen Forum mandatiert hatten, hat Forum kurz vor Erhebung der Klage ein aussergerichtliches Vergleichsangebot, an mir vorbei den Mandanten unterbreitet.

Ich habe mit den Mandanten das „Für und Wider“  eines solchen Vergleiches diskutiert und konnte letztendlich schon verstehen, dass diese den Vergleich angenommen haben, nämlich nur eine Ausgabe statt vierer zu zahlen und damit aus dem Vertrag rauszukommen.

Nun darf man gespannt sein, was das LG Stade und möglicherweise das LG Lübeck zum vertraglichen Auftritt von Forum in Zukunft sagen werden.

Das Landgericht Stade hat die Berufung des Forum Verlag gegen das Urteil des AG Langen Geestland (3 C 124/14 (IV)) mit Beschluss vom 16.02.2015 – 4 S 38/14) zurückgewiesen.

Das Landgericht Lübeck hat mit Urteil vom 24.07.2015 (1 S 119/14) der Berufung gegen das Urteil des AG Oldenburg (Holstein) vom 14.11.2014 (23 C 136/14) stattgegeben. Die Urteilsgründe liegen noch nicht vor.

Insofern hat der Forum Verlagen im Norden von Deutschland  derzeit „keine guten Karten“.


Die Luft wird „dünner“ für den Forum Verlag aus Wiesbaden

Nachdem nun bereits das AG Langen (U. v. 24.07.2014 – 3 C 124/14 (IV)) entschieden hat, dass dem Forum Verlag gegen meine Mandantin bzw. deren „Kunden“ keine Ansprüche zustehen, hat sich nun auch das AG Meldorf in einem Hinweisbeschluss an die Beklagte (=Forum Verlag) dieser Auffassung angeschlossen (HB v. 04.09.2013 – 84 C 339/14).

Danach ist das AG Meldorf nach § 29 ZPO örtlich zuständig. Die sog. Gerichtsstandsvereinbarung auf die Forum sich stützt („Gerichtsstand ist Wiesbaden“) begründet demnach keine ausschließliche Zuständigkeit des AG Wiesbaden.

Darüber hinaus ist auch das AG Meldorf zu der Auffassung gelangt, dass eine wirksame Vereinbarung zwischen den Parteien nicht geschlossen wurde. Allgemeine Geschäftsbedingung die nicht klar und verständlich sind, benachteiligen den Kunden und sind deshalb nicht wirksam (§ 307 I 2 BGB).

Der Aufbau der von Forum im Juni 2013 verwendeten Formulare erfüllt eben diese Voraussetzung so AG Langen und AG Meldorf.

Das AG Meldorf hat die Beklagte (=den Forum Verlag) aufgefordert, über ein mögliches Anerkenntnis der negativen Feststellungsklage nach zu denken.

Mal sehen, ob sich nun auch das AG Oldenburg (in Holstein), diesen Meinungen am 10.10.2014 anschließt.

Mittlerweile liegen mir zwei weitere Klageaufträge vor. In denen wird es nicht nur um die negative Feststellung gehen, sondern auch darum, ob Forum Verlag verpflichtet ist, bereits vereinnahmte Gelder wieder zurück zu zahlen.

Gegen das Urteil des AG Langen (s.o.) hat der Forum Verlag Berufung zum LG Stade (4 S 38/14) eingelegt. Anträge und Begründung sind noch nicht bekannt.

Bei dem Amtsgericht in Lüneburg sind die  zwei Klagen (39 C 137/14; 42 C 160/14) gegen den  Forum Verlag anhängig gemacht worden.

Mit Hilfe dieser Klagen wollen wir versuchen, bereits gezahlte Beträge für die jeweiligen Mandanten zurück zu erhalten, weil wir davon ausgehen, daß ein wirksamer Vertrag mit Forum Verlag gar nicht zustande gekommen ist.


Forum Verlag GmbH aus Wiesbaden verliert Prozess – kein wirksamer Vertrag

Die Fa. Forum Verlag ist schön häufiger Gegenstand der hiesigen Berichterstattung gewesen. Ein Grund liegt darin, dass die Art und Weise, wie Forum Verlag seine Werbeverträge generiert nicht unumstritten ist. Viele der von mir vertretenen Mandanten fühlen sich von den Mitarbeitern von Forum getäuscht oder hinter das Licht geführt.

Drei meiner Mandanten hatten sich dann entschlossen, ihre Rechte gegen Forum durch die jeweiligen Gerichte klären zu lassen, weil Forum Verlag nach wie vor drohte, die vorgeblichen Ansprüche (Zahlungen) durchsetzen zu wollen.

Das AG Langen (Niedersachsen) hat nun als erstes entschieden.

Danach stehen der Firma Forum Verlag keine Vergütungs- und sonstige Zahlungsansprüche aus dem Insertionsvertrag gegen den Kunden zu (AG Langen, U. v. 25.07.2014 – 3 C 124/14(IV) –nicht rechtskräftig-).

Das Gericht hat sich für örtlich zuständige gesehen (§ 29 ZPO). Die Gerichtsstandsvereinbarung in dem Formular von Forum Verlag für Wiesbaden eröffne eben keinen ausschließlichen Gerichtsstand in Wiesbaden.

Auch das AG Oldenburg (in Holstein) hält sich gegen Forum Verlag für nach § 29 ZPO sachlich zuständig (H. v. 21.07.2014 – 23 C 136/14).  

Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass zwischen den Parteien keine wirksame Einigung über einen Werbevertrag zustande kam.  Wer die wichtigen Daten „zerstreut“ in seinem Formular einbaut, darf sich nicht darauf verlassen, das dann ein wirksame Vereinbarung zustande kommt.

Da diese Entscheidung jedoch nur für einen einzelnen Fall getroffen wurde, sollte jeder Betroffene seine Unterlagen zur Überprüfung bei einem fachkundigen Anwalt einreichen und sich über die weitere Vorgehensweise mit diesem beraten.

Nur dann können Sie sicher sein, den richtigen Weg zu gehen.

Ich bin mir sicher, Forum Verlag wird in die Berufung gehen. Um zumindest seine Chancen in der 2. Instanz auszuloten.


Hat der Forum Verlag Respekt vor anhängig gemachten Klagen?

Über die Fa. Forum Verlag aus Wiesbaden wurde hier bereits ua. am  06.11.2013berichtet.   

Ich habe für diverse Mandanten vor den Amtsgerichten Meldorf, Langen und Oldenburg (Holstein) negative Feststellungsklagen gegen den Forum Verlag anhängig gemacht.

Die Verfahren laufen noch. Eine am 21.05.2014 durchgeführte mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht Langen, führt zu einer voraussichtlichen Entscheidung auf den 08. Juli 2014.

Im Zuge dessen, habe ich bei der Bearbeitung eines weiteren Mandats gegen die Firma Forum Verlag ein entsprechendes Vertragsverhältnis in Abrede gestellt und die Firma Forum aufgefordert, Auskunft über entsprechende Daten zu geben. Daraufhin schreibt die Firma Forum in der Sache zurück und beendet ihr Schreiben wie folgt.

„Da uns die Kundenzufriedenheit wichtig ist, werden wir die offenen Forderungen aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ausbuchen. Weitere Forderungen aus dem Vertrag werden wir nicht geltend machen.“

Sollte dieses Verhalten das Ergebnis der bereits ausgebrachten Klagen sein, ist jeder weiteren Person oder Unternehmung, die sich mit der Firma Forum Verlag eingelassen hat dringend zu empfehlen, das entsprechende Rechtsverhältnis überprüfen zu lassen und möglicherweise dagegen vorzugehen.

Die anwaltliche Beratung in solchen Angelegenheiten ist in der Regel viel günstiger als man a) glaubt und b) als die Kosten die damit verbunden sind, dass man den möglichen Vertrag erfüllt.


Forum Verlag, Wiesbaden droht mit Klage

Über die Fa. Forum Verlag wurde hier wie auch anderswo im Internet schon berichtet.

Eine Mandantin von RA Seeholzer unterzeichnete im Juni 2013 ein Formular für eine sog. Infobroschüre, Ausgabe: Heide und Umkreis.

Für den Abdruck ihrer Visitenkarte darin sollte sie dann einen Sonderpreis von € 150,00 (netto) zzgl. € 89,00 Satz/Repro zzgl. € 75,00 Farbkosten sowie € 27,80 Verteilungskosten bezahlen. Immerhin eine Summe von € 341,80 (netto).


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