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Deutscher Adressdienst DAD Hamburg mit EBN weiter aktiv

Die Firma DAD GmbH mit Sitz Alter Wall 65, 20457 Hamburg ist auch 2017 weiter auf der „Suche“ nach potentiellen Kunden.

Dazu scheint gerade das europäische Ausland ein geeigneter Markt zu sein. Das, obwohl Frau Kunst mit dem Adressverzeichnis www[dot]e-b-n.eu nun wirklich nicht neues und innovatives zu bieten hat.

Trotzdem fallen immer wieder europäische Unternehmer auf die Briefe der European Business Number (EBN) herein. Die meisten gehen von einem vermeintlichen Datenabgleich ihrer Firmendaten aus.

Tatsächlich wird ein Angebot zum Eintrag in ein Internet Datenverzeichnis für drei Jahre bei Kosten von 771,00 Euro pro Jahr „angeboten“. Wer das Formular unterschreibt, bekommt Monate später eine erste Rechnung über 771,00 Euro.

Wer sich dann dagegen wehrt, bekommt Post von der „Chefin“ Frau Daniela Kunst.

Darin erklärt Frau Kunst, weswegen es alles seine Richtigkeit habe und man doch in den nächsten Tagen die fällige Rechnung ausgleichen könne/solle/müsse.

Meiner Ansicht nach muss und sollte man gegen den Vertrag mittels anwaltlicher Hilfe vorgehen. Dabei sind die Aussichten nicht schlecht, keine der Rechnungen in Höhe von 771,00 Euro an DAD zahlen zu müssen.

Ich habe nunmehr seit über acht Jahren Erfahrung im Umgang mit DAD und bin gern bereit, Ihnen bei Fragen zum Thema EBN, EuroMedi und DAD behilflich zu sein.

Nachtrag vom 23.08.2017:

Auch bei den Nachbarn in Litauen und Ungarn ist die Firma DAD aktiv, wie ich heute durch einen Anruf aus Litauen bestätigt bekam.

Dort ist eine Firma auf das englisch-sprachige Formular der DAD „hereingefallen“, weil der zuständige Mitarbeiter davon ausging, es handele sich lediglich um einen kostenfreien Datenabgleich für eine europäische (offizielle) Datenbank. Irrtum.

Da kann man nur empfehlen, sich anwaltlich beraten zu lassen und gegen einen möglicherweise, geschlossenen Vertrag vor zu gehen.

 

Anwalt[at]anzeigen-recht.de


Vorsicht vor sogenannten Medienagenturen wie zum Beispiel Medienpol Design GmbH

Wieder ein Fall, wo einem kleinen Unternehmen ein „Vertrag“ ausgeschwatzt worden ist, der nicht das Geld wert ist, was der Mandant dafür zahlen solle, dass seine Firmendaten auf einem „Internetportal“ veröffentlicht werden.

Geht man auf dieses Portal unter  go-city.org findet man zumindest nicht die Daten, für die Medienpol Design GmbH Geld haben möchte.

So behauptete die Firma Medienpol Design Gmbh, Industriestrasse 36, 55543 Bad Kreuznach, Geschäftsführer Jürgen Doll, dass der Auftrag von der Firma Medien Marketing  der Firma Medienpol zur weiteren Bearbeitung übergeben worden ist.

Weder wird  eine Abtretung noch sonst eine Vereinbarung vorgelegt, aus der sich ergeben könnte, Medienpol sei wirksam Forderungsinhaber geworden, statt der Firma Medien Marketing aus Riva.

Und Medienpol verlangt für den Eintrag der Daten einen Betrag von zweimal jährlich € 1.185,24 (!) bei einer Laufzweit von drei Jahren mithin € 7.111,44.  Das ist auch für gut verdienende Menschen eine Menge Geld.

Und zahlt der Kunde nicht, wird das Inkassobüro AktivaInkasso eingeschaltet, welches praktischerweise  seinen Sitz bzw. ein Servicebüro in Bad Kreuznach, Industriestr. 36 hat. Sicher kein Zufall.

Und folgt man den Rechnungsnummern, die die Medienpol GmbH den Rechnungen vergibt, so wurde am 04.11.15 die 1214e  Rechnung erstellt, wenn man davon ausgeht, dass Medienpol fortlaufende Rechnungsnummern vergibt.

Damit hätte Medienpol bereits zum genannten Datum einen geschätzten Umsatz von € 1.438.881,36 erzielt.  Kein Wunder also, dass Firmen wie Medienpol Design GmbH in Deutschland weiter so aktiv sind. Es lohnt sich also.

Betroffene sollten sich sofort anwaltliche Unterstützung zur Seite holen und gegen den  vorgeblichen Vertrag vorgehen.

Nachtrag vom 05.04.2016.

Die Firma Medienpol Design GmbH aus Bad Kreuznach erklärt, man habe den in Rede stehenden Anzeigenvertrag von der Werbeagentur Medien Marketing  zu weiteren Abwicklung übernommen.

Das bezweifele ich, solang dafür keine entsprechende Unterlagen vorliegen bzw. vorgelegt werden.

Den bereits von meinem Mandanten gezahlten (nicht unerheblichem) Betrag werde man nicht zurück zahlen.

Aber:

Da uns nur an zufriedenen Kunden gelegen ist, verzichten wir auf Fortführung des Vertrages.

Nee, ist klar…Zufrieden ist hier nur Medienpol Design GmbH bzw. Herr Jürgen Doll…kassiert ab, will aber mit der Sache nicht zu tun haben.


Die Firma BUV – Bundesweites Unternehmensverzeichnis aus Berlin sucht Kunden

Die Firma BUV Deutschland, Inhaber Yannick Butzke, Teltower Damm 283 in 14167 Berlin, bewirbt eine Adressbuchdatenbank unter buv-deutschland.de.

Es werden mit einem Fax-Formular Unternehmer angeschrieben. Auf diesem Formular sind linksseitig Daten des angeschriebenen Unternehmens bereits eingetragen. Es sollen Daten wie Branche, Telefon, Telefax und so weiter ergänzt und eingetragen werden.

Weiter unten wird um einen Rückantwort gebührenfrei per Fax bis zu einem bestimmten Datum gebeten.

In der rechten Spalte wird in kleiner Schrift auf den erfolgreichen Eintrag des Unternehmens im Handelsregister hingewiesen. Da gleichzeitig vom Handelsregister und BUV gesprochen  wird, wird der Eindruck erweckt, es handele sich um eine offizielle Datenbank.

Zitat:

„Nur Ihr vollständiger Eintrag führt zu einer erfolgreichen Weiterempfehlung Ihres Unternehmens und somit auch zu neuen Aufträgen.“

Dann wird von einem Standarteintrag und bestimmten Daten dazu gesprochen.

Und dann liest man „Beitrag: Jährlich 588 Euro netto“.

Etwas später heißt es dann:

Zitat:

„ … Es besteht keinerlei Geschäftsbeziehung. Durch die Unterzeichnung wird der Standardeintrag für zwei Jahre bestellt. Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen, welche unter buv-deutschland.de/agb einzusehen sind. …“

Mal davon abgesehen, dass die AGBs zum Zeitpunkt der Unterzeichnung gar nicht zur Kenntnis gebracht werden, es sei denn der Unternehmer schaut diese sich im Internet an, ist dieses Formular denen der Firmen GES Registrat GmbH in Berlin und GWE Gewerbeauskunftzentrale in Düsseldorf sehr ähnlich und lässt vermuten, dass hier mit der Firma BUV – Bundesweites Unternehmerverzeichnis ein weiterer Trittbrettfahrer versucht, mit diesem Geschäftsmodell „Kasse zu machen“.

Erfreulicherweise sind nach einer neueren Entscheidung des Landgerichts Hamburg (Beschluss vom 05.06.2015 – 309 S 85/14; erstritten von RA Thamm), diese Formulare nicht dazu geeignet, wirksame Forderungen zu begründen.

Das Landgericht Hamburg, hatte sich mit einem Formular der Firma Branchen-Online Verlag aus dem Jahr 2005 zu befassen. Bis auf wenige optisch-technische Unterschiede handelt es sich bei dem Formular des Branchen-Online Verlag um einen „Vorläufer“ des Formulars der Firma BUV Bundesweites Branchenverzeichnis aus 2015.

Die Richter der 9. Zivilkammer am Landgericht Hamburg sind der Überzeugung, dass die Firma Branchen-Online Verlag

 

„.. mit der Versendung des Formulars (Anlage K 2) arglistig im Sinnes des § 123 BGB getäuscht und damit den Betrugstatbestand des § 263 StGB als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB verwirklicht hat. Zugleich hält die Kammer die bewusste Täuschung im Sinne des § 123 BGB mit dem Zweck, einen anderen zum Vertragsabschluss zu bewegen, auch für sittenwidrig im Sinne des § 826 BGB (vgl. Palandt, 74. Auflage, § 826 Rn.20). „

Das Gericht führt in den Gründen weiter aus:

„Durch die optische Gestaltung des Formulars kann der Leser den (falschen) Eindruck gewinnen, es diene lediglich der Aktualisierung seiner ohnehin im Branchenverzeichnis bereits enthaltenen Daten.“

Die Entscheidung des Landgerichts Hamburg macht deutlich, dass die optisch gestaltete Ungenauigkeit eines Formulars, mit dem ein Werbeinsertionsvertrag begründet werden soll, zu Lasten des Adressbuch–Datenbank–Betreibers gewertet wird.

Zum gleichen Ergebnis sind auch das Landgericht Wuppertal und das Landgericht Stuttgart in früheren Entscheidungen gekommen.

Es ist daher immer noch schwer und kaum nachvollziehbar, wieso viele Amtsgerichte noch immer zu der Auffassung gelangen,  Adressbuchdatenbanken wie BUV Bundesweites Unternehmerverzeichnis, Gewerberegistrat GmbH, GEW Gewerbeauskunftzentrale,  DAD Deutscher Adressdienst und so weiter, seien mit seriösen Adressbuchdaten-Banken vergleichbar und diese Verträge für wirksam halten.


Wer nicht hören will, muss fühlen – oder warum die Adressbuchfirma aus Portugal, United lda. so gerne verklagt wird

Die Fa. United lda. mit Sitz im schönen Lissabon, Portugal betreibt  munter ein „Adressbuchgrab“ unter www[at]registerwu.de sowie unter www[at]temdi.com.  Adressbuchgräber sind Datenbanken in den Informationen über Firmen bzw. Personen gespeichert sind, die aber von kaum jemandem genutzt werden, weil sie (die Datenbanken) unbekannt sind.

Vertrag

Eben für solche Datenbanken bewirbt sich United lda. nach wie vor und verschickt dazu ein 2-seitiges Formular in dem bereits Daten eingetragen sind. Der Empfänger soll diese korregieren und/oder ergänzen. Tut er dies und schickt das Formular unterzeichnet zurück, kommt nach Auffassung von Frau Schaer (Director von United lda.) ein Werbeinsertionsvertrag für 36 Monate oder 3 Jahre zustande.
Dieser Vertrag ist mit nicht unerheblich Kosten von bis zu bzw. über 3.000,00 Euro verbunden.

Da United lda. in nur seltenen Fällen auf mein Schreiben  hin, auf diese vorgeblichen Ansprüche verzichtet, musste die eine oder andere Klage ausgebracht werden.

Klage/Gericht

Vor diesen Gerichten

AG Hohenschönhausen (113 C 188/11), AG Köpenick (12 C 301/11),  AG Schöneberg (9a C 42/11, 6 C 55/12, 12 C 303/12, 3 C 286/12,),  AG Lichtenberg (113 C 188/11), AG Tempelhof-Kreuzberg (4 C 3/12, 23 C 466/11),

AG Hamburg Wandsbek (711a C 218/10), AG Hamburg (4 C 326/11),  AG Hamburg-Bergedorf (410d C 122/11), AG Hamburg-Altona (314b C 368/11, 314a C 130/12), AG Hamburg-Barmbek (822 C 36/11, 812 C 187/12),

AG Pinneberg (68  C 121/10), AG Lübeck (24 C 2027/11),  AG Bad Oeyenhausen (18 C 375/2014),  AG Erlangen (5 C 1799/11), AG Chemnitz (16 C 1259/11), AG Frankfurt aM 29 C 1307/11, AG Freiberg (5 C 67/12), AG Kassel ( 413 C 639/12),  AG Köln (136 C 588/11),   AG München (233 C 21233/11; 171 C 21219/14),  AG Nordenham (3 C 12/12), AG Nordhorn (3 C 715/11), AG Osterholz-Scharmbeck (13 C 798/11),  AG Rotenburg (Wümme) (8 C 318/11), AG Tirschenreuth (1 C 50/11), AG Saarlouis (30 C 1133/11 (17), AG Schorndorf (6 C 633/11), AG Waiblingen (7 C 971/11), AG Wismar (2 C 433/12), AG Wolgast (1 C 223/11)

wurde United lda. bisher verklagt.

In der Regel „flüchtete“ sich United lda. dann in einen Vergleich, wonach ein Teil der außergerichtlichen Kosten, die Gerichtskosten und die anwaltlichen Kosten im gerichtlichen Verfahren getragen wurden sowie auf die Ansprüche verzichtet wurde. Lediglich die Kosten der Einigung mussten die Kläger tragen.  

Mal  sehen, ob United lda. wieder so reagiert (Vergleich) oder ob es mal zu einem Urteil kommt.  


Wer nicht hören will, muss fühlen – oder warum die Adressbuchfirma aus Portugal, United lda. so gerne verklagt wird

Die Fa. United lda. mit Sitz im schönen Lissabon, Portugal betreibt  munter ein „Adressbuchgrab“ unter www[at]registerwu.de sowie unter www[at]temdi.com.  Adressbuchgräber sind Datenbanken in den Informationen über Firmen bzw. Personen gespeichert sind, die aber von kaum jemandem genutzt werden, weil sie (die Datenbanken) unbekannt sind.

Vertrag

Eben für solche Datenbanken bewirbt sich United lda. nach wie vor und verschickt dazu ein 2-seitiges Formular in dem bereits Daten eingetragen sind. Der Empfänger soll diese korregieren und/oder ergänzen. Tut er dies und schickt das Formular unterzeichnet zurück, kommt nach Auffassung von Frau Schaer (Director von United lda.) ein Werbeinsertionsvertrag für 36 Monate oder 3 Jahre zustande.
Dieser Vertrag ist mit nicht unerheblich Kosten von bis zu bzw. über 3.000,00 Euro verbunden.

Da United lda. in nur seltenen Fällen auf mein Schreiben  hin, auf diese vorgeblichen Ansprüche verzichtet, musste die eine oder andere Klage ausgebracht werden.

Klage/Gericht

Vor diesen Gerichten

AG Hohenschönhausen (113 C 188/11), AG Köpenick (12 C 301/11),  AG Schöneberg (9a C 42/11, 6 C 55/12, 12 C 303/12, 3 C 286/12,),  AG Lichtenberg (113 C 188/11), AG Tempelhof-Kreuzberg (4 C 3/12, 23 C 466/11),

AG Hamburg Wandsbek (711a C 218/10), AG Hamburg (4 C 326/11),  AG Hamburg-Bergedorf (410d C 122/11), AG Hamburg-Altona (314b C 368/11, 314a C 130/12), AG Hamburg-Barmbek (822 C 36/11, 812 C 187/12),

AG Pinneberg (68  C 121/10), AG Lübeck (24 C 2027/11),  AG Bad Oeyenhausen (18 C 375/2014),  AG Erlangen (5 C 1799/11), AG Chemnitz (16 C 1259/11), AG Frankfurt aM 29 C 1307/11, AG Freiberg (5 C 67/12), AG Kassel ( 413 C 639/12),  AG Köln (136 C 588/11),   AG München (233 C 21233/11; 171 C 21219/14),  AG Nordenham (3 C 12/12), AG Nordhorn (3 C 715/11), AG Osterholz-Scharmbeck (13 C 798/11),  AG Rotenburg (Wümme) (8 C 318/11), AG Tirschenreuth (1 C 50/11), AG Saarlouis (30 C 1133/11 (17), AG Schorndorf (6 C 633/11), AG Waiblingen (7 C 971/11), AG Wismar (2 C 433/12), AG Wolgast (1 C 223/11)

wurde United lda. bisher verklagt.

In der Regel „flüchtete“ sich United lda. dann in einen Vergleich, wonach ein Teil der außergerichtlichen Kosten, die Gerichtskosten und die anwaltlichen Kosten im gerichtlichen Verfahren getragen wurden sowie auf die Ansprüche verzichtet wurde. Lediglich die Kosten der Einigung mussten die Kläger tragen.  

Mal  sehen, ob United lda. wieder so reagiert (Vergleich) oder ob es mal zu einem Urteil kommt.  


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