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Europäische Kommission beschäftigt sich wiederholt mit Adressbuch-Firmen

Bereits 2008 sowie im Juni 2011 und Oktober 2011 hatte sich die Europäische Kommision mit dem Phänomen des Adressbuchschwindels beschäftigt.

Bestätigt wurde, dass die  meisten Mitgliedsstaaten keinen ausreichenden Schutz für die betroffenen Betriebe zur Verfügung hätten, um sich gegen diese Geschäftspraktiken zu wehren.


Bedauerlich, kann aber passieren…

Bei der Auseinandersetzung mit verschiedenen Adressbuchverlagen legen diese zwischendurch Urteile, die zu ihren Gunsten ergangen sind, vor, um ihrer Forderung mehr Nachdruck zu verleihen. Das ist vollkommen legitim und nicht zu beanstanden.


United lda. unterliegt erneut…

Das AG Osterholz-Scharmbeck (13 C 798/11)  hat eine Entscheidung gegen United Lda. aus Portugal gefällt.

Das AG hat im Wege eines Teilanerkenntnis- und Schlussversäumnisurteils am 17.11.2011  entschieden:


Zum schmunzeln oder weinen…?

In einem Zivilrechtstreit eines Adressbuchsverlages gegen einen Mandanten, der seit dem November 2010 bei dem AG Hamburg Mitte anhängig ist, erhält Rechtsanwalt Seeholzer heute folgende Verfügung des Gerichts vom 28.09.2011.

„Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Seeholzer,

Wegen verkehrsunfallbedingter Verhinderung und anschließender Urlaubs- und Fortbildungszeiten kann das Verfahren zurzeit nicht weiter gefördert werden.

Es wird weiter um Geduld gebeten“

Hier wird die Geduld der Parteien aber wirklich arg auf die Probe gestellt.

 


Adressbuchfirma aus Mexiko Expo Guide verschickt Post aus Österreich

Die Fa. Expo Guide mit Sitz in Mexiko hat möglicherweise ihren Sitz verlegt.

Bekam man bis September 2011 noch Post mit dem Absender :

EXPO Guide, PO Box 466, Emigsville PA 17318 so wurde nun die Post aus Österreich zugestellt.

Nun heisst es auf dem Briefumschlag:

Soweit nicht zugestellt werden kann (freie Übersetzung: der admin), zurück an Postfach 172, 2340 Mödling / Austria. Freigemacht in 1000 Wien.

Vielleicht sind die Kosten der Frankierung etc. in Österreich günstiger als in Mexiko?

Obwohl RA Seeholzer bereits vor über einem Jahr (Juni 2010) der Fa. Expo Guide mitgeteilt hat, dass der Mandant aus bestimmten Gründen keine Zahlungen leisten werde, erhält dieser regelmäßig Mahnungen etc..
Zuletzt mit Schreiben 27.09.2011 vom sog. Legal Department mit dem Hinweis, der Fall wurde zur gerichtlichen Betreibung in Deutschland vorgemerkt.

Na bitte, mal eine Ansage. Bin gespannt, was das für den Mandanten zuständige AG Hamburg Mitte aus einer möglichen Leistungsklage der Fa. Expo Guide macht bzw. wie es die entsprechenden Erfolgsaussichten beurteilt.

 

 


Nichts zu tun, kann schlimme Folgen haben!

Immer wieder erreichen den RA Seeholzer Info-Briefe oder mails, in denen Betroffene darauf hinweisen, bestimmte Stellen hätten darauf hingewiesen, man solle auf Forderungen von bestimmten  Adressbbuchverlagen und Anzeigenfirmen nicht reagieren!

Das ist falsch!

Unternehmen die sich darauf spezialisiert haben, mittels bestimmter Formulare oder anderer Techniken „Verträge“ zu generieren, sind in der Regel hartnächkig.

Und…, wenn man nicht rechtzeitig reagiert, hat man es mit einem Mahn- bzw. Vollstreckunsgebscheid zu tun.
Der Vollstreckungsbescheid z.B. ist ein Titel, der gerichtlich durchsetzbar ist. D.h. ist er rechtskräftig geworden, weil man keinen Einspruch erhoben hat, ist es im Nachhinein kaum möglich, diesen Titel zu „vernichten“.

Deswegen….sollten Sie sich einer Forderung ausgesetzt sehen, von der Sie glauben, diese Forderung sei ungerechtfertigt, dann wenden Sie sich unverzüglich an eine Anwältin / einen Anwalt, von dem Sie der Auffassung sind, er kenne sich in der Materie aus.

Alles andere ist fahrlässig und bringt Ihnen nichts ausser Ärger.


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