Adressbuchfirmen

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Europäische Kommission beschäftigt sich wiederholt mit Adressbuch-Firmen

Bereits 2008 sowie im Juni 2011 und Oktober 2011 hatte sich die Europäische Kommision mit dem Phänomen des Adressbuchschwindels beschäftigt.

Bestätigt wurde, dass die  meisten Mitgliedsstaaten keinen ausreichenden Schutz für die betroffenen Betriebe zur Verfügung hätten, um sich gegen diese Geschäftspraktiken zu wehren.


Örtliches Branchenbuch in Hamburg?

Es gibt über zwei dutzend und mehr sog. Adressbuchfirmen. Das Internet ist voll von Hinweisen  zu solchen Firmen, die mittels, vorsichtig ausgedrückt, „dubios“ aufgemachten Formularen versuchen,  Kunden zu gewinnen.


Kassenärztliche Vereinigung Berlin berichtet über Adressbuch-Firma aus Portugal

Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin www.kvberlin.de (kurz KV Berlin) berichtet in ihrer Ausgabe KV-Blatt 10.2011 ab S. 28ff. über das „Verzeichnis der Mediziner“ der Fa. United. Lda in Portugal. Diese Fa. betreibt unter dem Internetportal temdi.com ein virtuelles Verzeichnis, in dem sich medizinische Berufe etc. eintragen lassen können.

Über die Gestaltung der von United Lda. genutzten Anschreiben und Formulare ist an dieser Stelle schon berichtet worden.

RA Seeholzer betreut seit Jahren Mandanten gegen United Lda. und andere Firmen.

Mittlerweile hat RA Seeholzer im Auftrag seiner Mandanten bundesweit sog. negative Feststellungsklagen gegen United Lda. anhängig gemacht, mit dem Ziel, dass gerichtlich festgestellt wird, dass keine Ansprüche aus einem Werbeinsertionsvertrag bestehen.

Denn nur eine gerichtliche Entscheidung bietet dem Mandanten Schutz davor, nicht noch jahrelang mit Zahlungsaufforderungen, Mahnungen und schlimmstenfalls mit einem gerichtlichem Verfahren konfrontiert zu werden.

Wichtig ist, dass man, sobald man erkennt, mit einer Forderung überzogen zu werden, die möglicherweise nicht zu Recht besteht, zu handeln. Man sollte sich beraten lassen.

 

 


Keine wirksame Vertretung bei Zeichnung „i.A.“

Es kommt regelmäßig vor, dass die Formulare die zu einem vermeintlichen Abschluss eines Anzeigen- oder Adressbuchvertrages führen nicht vom Inhaber oder Geschäftsführer des Geschäftes unterzeichnet werden. Es stellt sich dann die Frage, ob ein solcher Vertrags wirksam geschlossen wurde oder nicht. Oft unterzeichnet ein Mitarbeiter „i.A.“ und die Anzeigenfirmen oder Adressbuchfirmen leiten daraus einen wirksamen Forderungsanspruch gegen die Firma her.


Eintrag in ein Zentral Register ZRH kann teuer werden

Es gibt Firmen, die verdienen damit ihr Geld, dass sie Änderungen im Handelsregister wie z. B. die Eintragung eines Prokuristen von dritten Personen sich notieren lassen und dann mit Hilfe dieser Informationen an die Firmen herantreten, um diesen versteckt eigene Dienste entgeltlich anzubieten.


Adressbuchfirmen sind eben international!

Die schweizer Firma aus Luzern, die ihre Forderungen und den Geschäftsbereich einer Firma mit Sitz in Portugal übertragen haben will, mahnt mit Schreiben vom 01.04.2009 (nein, kein Aprilscherz) die Mandantschaft zur Zahlung an.

Das der Firma aus Portugal gehörende Konto liegt aber in Österreich. Ebenso wurde die Mahnung aus dem Alpenland 1000 Wien Österreich/Austria verschickt.


Wer sagt, dass Sie zu den Guten gehören?

Ein auf eine Anzeigenfirma aus Mönchengladbach hereingefallener Kunde fragt den RA Seeholzer folgendes:

Wer garantiert mir, dass Sie nicht ein Anwalt sind, der von dieser Firma beauftragt worden ist, „sich an mich heranzumachen und ein zweites Mal zu kassieren“?


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