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Abbruch der Reise – AG Hamburg Wandsbek „kippt“ allgemeine Versicherungsbedingung

Das AG Hamburg Wandsbek (U. v. 27.08.2014 – 716 C 194/13 –nicht rechtskräftig-) hat sich mit der Frage beschäftigt, unter welchen Umständen eine Reiseversicherung wegen Abbruchs der Reise Kosten erstatten muss.

Ein Ehepaar hatte eine Kreuzfahrt gebucht. Gleichzeitig  hatten sie eine Reiseabbruchversicherung abgeschlossen. In den Bedingungen hieß es

„Eine Reise gilt als abgebrochen, wenn die versicherte Person den Aufenthalt am Zielort endgültig beendet und nach Hause zurückreist.“

Der Mann erlitt während der Kreuzfahrt einen Herzinfarkt. Er musste von Bord gebracht werden und wurde dann auf dem Festland stationär behandelt. Seine Frau begleitete ihn ins Krankenhaus und kehrte nicht nach Deutschland zurück.

Die Versicherung verweigerte der Ehefrau die Zahlung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen mit der Begründung, diese (also die Ehefrau) sei nicht direkt nach Hause geflogen, sondern bei ihrem Mann geblieben und hätte damit die Reise nicht abgebrochen.

Abbruch einer Reise

Das Gericht betrachtet die o.g. Klausel zum Abbruch als überraschend im Sinne des § 305c I BGB. Eine Reiseabbruchversicherung dient üblicherweise der Absicherung des Versicherungsnehmers, der eine Reise zwar antritt, aber aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses vorzeitig beenden muss.

„Für einen durchschnittlichen Verbraucher macht es dabei keinen Unterschied, ob er die Reise abbricht, um mit dem erkrankten Angehörigen gemeinsam die vorzeitige Heimreise anzutreten, zu seinem in Deutschland erkrankten Angehörigen zurückkehrt oder aber (wie hier) ohne Inanspruchnahme der gebuchten Reiseleistung im Ausland bei dem erkrankten Angehörigen verbleibt…“

Das AG Wandsbek bezieht sich in seiner Begründung auf eine Entscheidung des LG Düsseldorf (U. v. 25.07.2012 – 11 O 40/12).  

Ob die Versicherung in die Berufung gehen wird ist noch nicht sicher.


Abbruch der Reise – AG Hamburg Wandsbek „kippt“ allgemeine Versicherungsbedingung

Das AG Hamburg Wandsbek (U. v. 27.08.2014 – 716 C 194/13 –nicht rechtskräftig-) hat sich mit der Frage beschäftigt, unter welchen Umständen eine Reiseversicherung wegen Abbruchs der Reise Kosten erstatten muss.

Ein Ehepaar hatte eine Kreuzfahrt gebucht. Gleichzeitig  hatten sie eine Reiseabbruchversicherung abgeschlossen. In den Bedingungen hieß es

„Eine Reise gilt als abgebrochen, wenn die versicherte Person den Aufenthalt am Zielort endgültig beendet und nach Hause zurückreist.“

Der Mann erlitt während der Kreuzfahrt einen Herzinfarkt. Er musste von Bord gebracht werden und wurde dann auf dem Festland stationär behandelt. Seine Frau begleitete ihn ins Krankenhaus und kehrte nicht nach Deutschland zurück.

Die Versicherung verweigerte der Ehefrau die Zahlung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen mit der Begründung, diese (also die Ehefrau) sei nicht direkt nach Hause geflogen, sondern bei ihrem Mann geblieben und hätte damit die Reise nicht abgebrochen.

Abbruch einer Reise

Das Gericht betrachtet die o.g. Klausel zum Abbruch als überraschend im Sinne des § 305c I BGB. Eine Reiseabbruchversicherung dient üblicherweise der Absicherung des Versicherungsnehmers, der eine Reise zwar antritt, aber aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses vorzeitig beenden muss.

„Für einen durchschnittlichen Verbraucher macht es dabei keinen Unterschied, ob er die Reise abbricht, um mit dem erkrankten Angehörigen gemeinsam die vorzeitige Heimreise anzutreten, zu seinem in Deutschland erkrankten Angehörigen zurückkehrt oder aber (wie hier) ohne Inanspruchnahme der gebuchten Reiseleistung im Ausland bei dem erkrankten Angehörigen verbleibt…“

Das AG Wandsbek bezieht sich in seiner Begründung auf eine Entscheidung des LG Düsseldorf (U. v. 25.07.2012 – 11 O 40/12).  

Ob die Versicherung in die Berufung gehen wird ist noch nicht sicher.


Unerwartet schwere Erkrankung – es kommt auf die Sicht des „Durchschnittskunden“ an

Im Reiseversicherungsrecht kommt es bei der Stornierung der Reise wegen Erkrankung auf deren schwere an und ob diese Erkrankung auch unerwartet war.

Das AG Hamburg- St. Georg (U. v. 21.02.2014 – 911 C 235/13 [noch nicht rechtskräftig]) hatte einen Fall zu entscheiden, bei dem vor der Reisebuchung beim Versicherungsnehmer ein Vorhofflimmern diagnostiziert worden war. Der VN wurde behandelt.


Reiseabbruch bei Pauschal-Reisen; hier eine Kreuzfahrt

Kreuzfahrten sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die Hochseeschiffe fassen teilweise bis zu 5000 Passagiere und die Preise sind auch erschwinglicher geworden, so dass man sagen kann, ist die Kreuzfahrt-Indutrie einer der am stärksten wachsenden Sektoren im Tourismus.


Reiseabbruch bei Pauschal-Reisen; hier eine Kreuzfahrt

Kreuzfahrten sind in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Die Hochseeschiffe fassen teilweise bis zu 5000 Passagiere und die Preise sind auch erschwinglicher geworden, so dass man sagen kann, ist die Kreuzfahrt-Indutrie einer der am stärksten wachsenden Sektoren im Tourismus.


Kein Reiseabbruch und Versicherungsleistung bei Erdbeben / Psychische Belastung

Der Reisende hat keinen Anspruch aus einer Reiseabbruchversicherung, wenn es am Urlaubsort zu einem Erdbeben kommt und der Reisende behauptet, dadurch in eine hohe psychische Belastungssituation geraten zu sein und seine Reise vorzeitig beendet.


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