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Über die Geschäftspraktiken der HAS Verlag GmbH & Co.KG und der Plain Werbeservice GmbH

Die beiden oben genannten Anzeigenfirmen betreiben ein reges Geschäft mit dem Abdruck von Anzeigen verschiedenster Unternehmer, Handwerker und Freiberufler in Druckobjekten genannt: „Kinder / Notruf“ oder „Info (Notrufe)“.

In einem mir zur Prüfung übergebenem Fall der Firma HAS, wurde der Kundin das Vertragsformular am 17.03.2015 zur Unterschrift vorgelegt. Auf den konkreten Inhalt, nämlich dass der Auftraggeber viermal in einem Jahr zahlen soll, wurde, nach Aussage meiner Mandantschaft, nicht hingewiesen. Stattdessen wurde die besondere Vereinbarung „Nur für ein Jahr gültig“ aufgenommen.

Nach meiner Ansicht, müsste dieses Verhalten des Mitarbeiters der Firma HAS dazu führen, dass der Auftraggeber sich nach Kenntnis dieses Umstandes, auf eine Anfechtung seiner Willenserklärung nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung berufen kann. Die meisten Richter tun sich damit aber schwer.

Zusätzlich wurde handschriftlich durch den Mitarbeiter von HAS in dem Formular der Firma HAS vom 17.03.2015 noch folgendes eingetragen:

„Nicht von der Stadt – Gemeinde beauftragt“
„Übernahme Fremdanzeige ok“
„Neukunde – Erstaufträge“

Damit möchte die Firma HAS bei einer späteren, juristischen Auseinandersetzung mit dem Kunden verhindern, dass der Auftraggeber behauptet, man habe ihm vorgegaukelt, es handele sich um eine Anzeige im „richtigen“ Gemeindeblatt.

Tatsächlich wird dies aber in 95% der mir zur Prüfung vorgelegten Fälle behauptet.
Ob diese Kunden alle potentielle Lügner sind?

Oder der Auftraggeber bekommt den Eindruck vermittelt, man stehe bereits in einer geschäftlichen Beziehung, weil man ja die „Anzeige“ des Unternehmers vorlegen kann.

Nach dem gleichen Muster verfährt die Firma Plain Werbeservice GmbH.

Hier wurde dieselbe Auftraggeberin ca. einen Monat später (am 16.04.2015) angesprochen und ebenfalls zur Unterschrift „überredet“.

Auffällig ist auch hier, dass der Mitarbeiter von Plain Werbeservice GmbH handschriftliche Eintragungen machte, wie z.B.:

„Übernahme Fremdanzeige ok“,
„Läuft nach einem Jahr aus“
„Erstkunde (1. Auftrag)“
„x Gelesen x ok“

Die Ähnlichkeit der Aufmachung der Formulare und der darin verwandten Formulierungen überrascht nicht wirklich.

Hinter diesen beiden Firmen stehen die Herren Kufner. R. Kufner ist Geschäftsführer der Firma Plain (Stand: 12.12.2012) und gleichzeitig mit A. Kufner auch bei HAS (Stand: 18.03.2014).

Die Kosten, die dadurch entstehen, dass man Plain oder HAS einen möglichen Auftrag erteilt, sind nicht unerheblich, zumal, wenn man das Ergebnis (also das Werbeprodukt) ins Verhältnis zu den Kosten in Höhe von zum Beispiel  € 2.520,00 (netto) für ein Jahr setzt.

Ich kann nur jedem Betroffenen empfehlen, sich fachkundig beraten zu lassen, bevor man auch nur einen Cent zahlt. Der anwaltliche Rat bzw. dessen Beauftragung kostet in der Regel nur einen Teil von dem, was Plain Werbeservice GmbH und HAS Verlag GmbH & Co. KG verlangen.


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