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Deutscher Adressdienst (DAD) gibt mal wieder auf

Derzeit erreichen mich viel Anfragen aus dem europäischen Ausland bezüglich der Firma Deutscher Adressdienst GmbH aus Hamburg.

Diese ist mit der Werbeplattform in Form eines (nutzlosen) Adressbuchs unter www_(_dot_)_e-b-n.eu europaweit auf Kundenfang.

Aktuell bearbeite ich gerade zwei Sachen mit Firmen aus Finnland und Kroatien gegen den Deutschen Adressdienst.

Aber auch Anfragen aus Rumänien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik erhalte ich wegen des Geschäftsgebarens von der Forma Deutscher Adressdienst mit der Geschäftsführerin Frau D. Kunst.

Das Modell ist denkbar simpel. Unter dem „Titel“ „European Business Number“ werden unzählige Firmen angeschrieben. Das Schreiben wirkt wie ein offizielles Anschreiben einer europäischen Behörde. Obwohl DAD im Schreiben (letzte) Satz schreibt:

„EBN ist not realted to any organisation or institution oft he European Union or Commission.“

Das ändert aber nichts an der optischen Aufmachung und Wirkung der Schreiben.

In einem zweiten beigefügten Fragebogen sind bereits Daten des Adressaten aufgenommen. Unter anderem soll die jeweilige Umsatzsteuer-Identifikation Nummer eingetragen und an DAD zurück geschickt werden.

Was dabei ganz schnell und zu Lasten der Firmen übersehen wird, dass es sich bei DAD mit EBN eben nicht um eine europäische Behörde handelt, die Firmeninformationen amtlich veröffentlich, sondern um einen privaten Adressbuchanbieter mit Sitz in Hamburg, der für den Eintrag der Daten drei Jahre lang einen Betrag von 677,00 Euro pro Jahr haben will.

Frau Kunst ist zwar der Ansicht, ihr Geschäftsgebaren ist in Ordnung und schreibt mir:

„… Unser Formular erlaubt es dem Empfänger selbstverständlich, genau zu wissen, dass er uns mit seiner Unterzeichnung und Rücksendung einen kostenpflichtigen Auftrag erteilt. ..“

Ich kann nur sagen, dass wird den meisten erst bewusst, wenn sie die erste Rechnung bekommen.

Ich schlage mich schon viele Jahre mit der Firma DAD herum.

Ich halte das Geschäftsmodell von Frau Kunst und der Firma für grenzwertig. Es gibt auch Gerichte, die attestieren Firmen die so ähnlich wie DAD arbeiten, dass es sich dabei um sittenwidrige bzw. wucherische Geschäfte handelt.

Gleichwohl hält das die Firma Deutscher Adressdienst GmbH nicht davon ab in 2015 und 2016 weiter nach Kunden zu suchen und diese unter Druck zu setzen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Firmen tatsächlich darauf reingefallen sind.

Manche Firmeninhaber oder Geschäftsführer schämen sich sogar dafür, zuzugeben, auf das Anschreiben der DAD hereingefallen zu sein und zahlen dann lieber.

Ich bin der Ansicht, da muss man sich nicht schämen, sondern gegen solche Geschäftsmodelle hartnäckig vorgehen.

Die anwaltlichen Kosten sind in der Regel günstiger als der Preis von Euro 2.031,00!

Aus meiner Erfahrung hilft dann nur massiver Druck vom Anwalt, mit Androhung einer negativen Feststellungsklage vor dem Amtsgericht Hamburg.

Diese vermeidet Frau Kunst gern und mit Sicherheit aus gutem Grund. Deswegen erklärt Frau Kunst in ihrem Schreiben vom 25.01.2017

„… den o.g. Vertrag ausnahmsweise vorzeitig zu beenden. Die o.g. Akte ist geschlossen.“

Denn das Landgericht Hamburg hatte der Firma schon mal die Leviten gelesen.


DAD GmbH, alte Firma, neue internationale Masche mit European Business Number

Die Firma DAD Deutscher Adressdienst GmbH, Alter Wall 65, 20457 Hamburg, Geschäftsführerin Daniela Kunst, ist offenbar nach wie vor auf dem Adressbuchmarkt tätig und aktiv.

Mit einem neu aufgemachten Formular wird unter der Firma European Business Number für einen Eintrag auf e-b-n.eu „geworben“, wobei durch die Aufmachung des Formulars tatsächlich ein „offizieller“, behördenähnlicher Eindruck erweckt wird.

Ich hatte hier schon am 17.03.2010 und 08.02.2011 über die DAD GmbH berichtet. Schon damals waren die Gerichtsverfahren für den DAD nicht positiv ausgegangen.

Das LG Hamburg (U. v. 14.01.2001 – 309 S 66/10) kritisierte das Geschäftsmodell der Fa. DAD GmbH und wies die Berufung auf Kosten der DAD zurück.

Nicht nur die Aufmachung des Formulars lässt an der Wirksamkeit eines Vertrages zweifeln.

Soweit deutsches Recht Anwendung findet, dürfte im hier mir vorliegenden Fall ein Vertrag nicht zustande gekommen sein.

Das vom DAD am 24.07.2014 gemachte Angebot wurde meiner Ansicht nach nicht rechtzeitig (erst am 14.08.2014) angenommen (§ 147 II BGB).

 

Mit Schreiben vom 03.06.2015 wird dann seitens der Firma Deutscher Adressdienst GmbH folgendes erklärt:

„Aus den bereits dargelegten  Gründen und da wir unseren vertraglichen Verpflichtungen nachkommen, besteht für eine Stornierung des Vertrages kein Anlass, aber wir haben im vorliegend Fall aus Kulanz und ohne Präjudiz entschieden, den o.g. Vertrag ausnahmsweise vorzeitig zu beenden.“

 

Aus Kulanz mit Sicherheit nicht. Frau Kunst weiß, dass ich auch Klage erhebe, was für die Firma DAD mit weiteren Kosten verbunden ist.

Das hätte Frau Kunst auch früher sagen können und sich den übrigen Text ihres Schreibens sparen können. Frau Kunst kennt meine Einstellung gegenüber der Firma Deutscher Adressdienst GmbH.

Meiner Ansicht nach, steht das Geschäftsmodell der Deutscher Adressdienst GmbH im Zeichen von „Abzocke“, da der Werbewert für den Kunden nahezu bei „Null“ liegt.

Auch halte ich das Impressum für fehlerhaft und wundere mich, warum ein echter Konkurrent vom DAD, Hamburg sich daran bisher nicht stört und die DAD GmbH bislang nicht abgemahnt wurde. 


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