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Kein Reiseabbruch und Versicherungsleistung bei Erdbeben / Psychische Belastung

Der Reisende hat keinen Anspruch aus einer Reiseabbruchversicherung, wenn es am Urlaubsort zu einem Erdbeben kommt und der Reisende behauptet, dadurch in eine hohe psychische Belastungssituation geraten zu sein und seine Reise vorzeitig beendet.

So entschied unlängst das Amtsgericht Hamburg-Harburg (Urt. V. 22.08.2013 –  650 C 405/12).

Aufenthalt im Erdbebengebiet

Allein aus der Tatsache in einem Erdbebengebiet sich aufzuhalten, begründe noch keine „unerwartet schwere Erkrankung“ (vgl. dazu auch AG Hamburg Wandsbek in RRa 2006, 185ff.).

Diese hätte im Übrigen durch ärztliches Attest belegt werden müssen, was der Reisende im laufenden Prozess nicht getan hatte.

Ein Erdbeben stellt ein allgemeines Lebensrisiko dar.

Die Behauptung, die Versicherung habe telefonisch die Übernahme der Kosten zugesichert kann der Reisende auch nicht dadurch beweisen, indem er sich auf das Zeugnis einer Dritten beruft, die bei dem Telefonat neben ihm gestanden haben soll, vom eigentlichen Telefonat aber nicht mit bekommen hat.

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