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Eine Reise-Versicherung kann die Leistung verweigern, wenn nicht gem. AGB’s der ganze Reisepreis mit einer Credit Card (hier: Lufthansa Miles & More) oder eine Anzahlung damit wird

Der Reisende buchte eine Reise nach Südafrika. Einen Teil der Kosten (Anzahlung) beglich er durch Überweisung, den anderen Teil durch die Credit Karte. In dieser ist normalerweise eine Reiserücktittsversicherung eingeschlossen.

Die Bedingungen dazu verlangen aber eine Anzahlung mit einer dieser Karten oder die Bezahlung des Reisepreises (kompletten Preises) im Voraus mit der Karte.

Der Reisende erkrankte und musste von der Reise zurücktreten. Die dadurch entstandenen Kosten wollte er von der Versicherung ersetzt verlangen.

Die Versicherung hat, nach Auffassung des AG München (U. v. 14.08.2013 242 C 14853/13 –rechtskräftig-) zu Recht die Leistung verweigert.

Das Gericht stützt sich dabei auf den Wortlaut der Bedingung der von „Reisepreis“ spricht. Dies, so das Gericht könne nur den gesamten Preis für die Reise meinen und nicht nur einen Teil.

Reisenden  die mittels entsprechender Kredit-Karten regelmäßig ihre Reisen buchen, sollten vorsichthalber in die Bedingungen des Versicherers bzw. des Credit-Karten Unternehmens schauen, wenn man auf eine entsprechende Versicherung setzt.

Hier hätte der Reisende nur umgekehrt handeln müssen, nämlich die Anzahlung mit der Miles & More Karte vornehmen müssen.

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