Kanzlei für Wirtschaftsrecht, Rechtsanwältin Claudia Mölleken betreibt Inkasso für GWE, Düsseldorf

Die Gewerbeauskunft-Zentrale.de in Düsseldorf beschäftigt eine ganze Reihe von Personen und Institutionen mit dem Inkasso für die eigenen (vermeintlichen) Forderungen.

Neben verschiedenen Anwälten und der Deutsche Direkt Inkasso in Köln nun eine weitere Anwältin.

Frau Rechtsanwältin Mölleken betreibt ihre „Kanzlei für Wirtschaftsrecht“ in Köln.

Offensichtlich lässt sich aber die Frau Kollegin Mölleken nicht ordnungsgemäß unterrichten, wie es scheint, denn sonst wäre folgendes nicht passiert:

Wir reichten am 01.10.2012 eine negative Feststellungsklage bei dem AG Düsseldorf ein.

Am 23.10.2012 schreibt Frau Mölleken noch direkt die Mandantschaft (Klägerin) an und fordert zur Zahlung auf. O.k., vielleicht hatte Frau Mölleken zu dem Zeitpunkt noch keine Ahnung von der Klage.

Am 30.10.2012 verfügt das AG Düsseldorf (36 C 12033/12)  eine Terminladung auf den 11.12.2012 an die Parteien des Rechtsstreits, also auch an die GWE. Diese Verfügung ging bei RA Seeholzer am 31.10.2012 per Fax ein.

Am 06.11.2012 schreibt Frau Rechtsanwältin Mölleken unter Vorlage des Entwurfs einer Zahlungsklage erneut die Mandantschaft (Kläger) aussergerichtlich  an und bietet einen Vergleich an, ohne einen Hinweis auf das anhängige Verfahren.

Spätestens jetzt hätte Frau Mölleken Bescheid wissen müssen bzw. die Fa. GWE GmbH hätte der Anwältin Mitteilung machen müssen.

In einem weiteren von uns geführten Verfahren erfolgte die Ladung zum Termin vor dem AG Düsseldorf (58 C 11883/12) am 24.10.2012.

Trotzdem erhält die Mandantschaft direkt ein Schreiben vom 09.11.2012  von Frau Mölleken.

Darin teilt Sie – unter Hinweis auf eine sich lautende Vollmacht – mit, die Interessen der GWE zu vertreten und fordert die Mandantschaft unter Androhung einer Klage auf, zu zahlen.

Man darf gespannt sein, ob sich Frau Mölleken jetzt im Klagverfahren für die GWE bestellt oder nicht.

Wer sich mit einer solchen Firma wie der GWE freiwillig auf eine geschäftliche Beziehung einlässt, muss damit rechnen, dass man auch über ihn berichtet.

Genau dieses Inkassoverhalten der GWE sowie der RAin Mölleken war jetzt wohl auch Gegenstand einer Entscheidung des LG Düsseldorf (U. v. 21.12.2012 38 O 37/12).

Interessant ist, dass die Kammer am LG Düsseldorf davon ausgeht, dass in dem Verhalten, nach dem GWE eine Unterschrift bekommen hat und anfängt zu mahnen und zu drohen, eine unlautere Handlung nach § 3 I UWG und § 4 Nr. 1 UWG zu sehen ist.

Das Geschäftsmodell der GWE ziele darauf ab, aus der Täuschung gewonnene Unterschriften dazu zu verwenden, nicht bestehende Forderungen einzutreiben. Sogar von „Vertragsfalle“ war die Rede. Die GWE versuche mit Druck auf den Kunden zu verhindern, dass dieser  es unterlasse seine Rechte wegen anfechtbares Zustandekommens des Vertrages durchzusetzen.

 

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