Ein „schräger“ Vergleich…oder wie Adressbuchfirmen doch noch an Geld kommen

Im Juni 2012 meldet sich ein Betroffener, der das Formular der Fa. Medya mit vermeintlichem Sitz in Istanbul (die Post kommt als unzustellbar zurück) im April 2012 unterschrieben hat.

Nach einer entsprechenden Anfechtungserklärung an Medya sowie die Fa. Debitoren Management GmbH & Co. KG (DeMA) mit Sitz in Neustadt im Juni 2012 erhält RA Seeholzer im Juli 2012 von DeMa ein Fax mit dem Hinweis darauf:

 

„Wir halten es unter diesen Umständen nicht mehr für notwendig, auf Ihre Standardvorlage näher einzugehen…“.

Im September 2012 erfährt dann RA Seeholzer, dass die Fa. DeMa – am Anwalt vorbei – mit dem vermeintlichen Kunden Kontakt aufgenommen hat und versucht einen „Vergleich“ herbeizuführen.

Der sieht dann in etwa so aus:

Der Kunde zahlt 100,00 € an DeMa, damit wird das Vertragsverhältnis vorzeitig gelöst. Weitere Kosten können nicht geltend gemacht werden.

Man kann dann wohl an dieser Stelle zwei  Aspekte nach Auffassung von RA Seeholzer  festhalten.

Solche Firmen wie Medya und DeMa reagieren meist  dann, bzw. lassen von den „vermeintlichen“ Forderungen ab, wenn der Kunde sich wehrt und das in der Regel nur, wenn er anwaltlich betreut wird.

Eine Forderung von 2 mal 900,00 €, welche der Fa. Medya angeblich zustehen soll, wird mit einem Mal zu einer 100,00 € Einmalzahlung.
Da darf man doch mit Sicherheit darüber nachdenken, ob die erst genannte Forderung überhaupt werthaltig ist, sprich, ob es eine angemessene (übliche) Vergütung ist (§ 623 II BGB) , die der Kunde mit 1.800,00 € bei einer Laufzeit von  2 Jahren  zahlen soll.

RA Seeholzer empfiehlt nicht, solche Vergleiche abzuschließen.

 

 

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