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DAD Deutscher Adressdienst GmbH erklärt erneut den Verzicht

Die Firma DAD Deutscher Adressdienst Gmbh mit Sitz in Hamburg ist weiterhin auf Kundenfang in Europa unterwegs.

In Slowenien und den Niederlanden etc. werden diese Formulare der Firma DAD unter der Bezeichnung EBN European Business Number zu hunderten, wenn nicht sogar zu tausenden verschickt in Europa.

Das englisch sprachig aufgemachte Formular wirkt dabei „amtlich“. Der potentielle Kunde wird gebeten, seine bereits eingetragene Daten zu überprüfen und Angaben zu verbessern.

Dabei wird Bezug genommen auf die Umsatzsteuer Nummer und damit beim Empfänger der Eindruck verstärkt bzw. hervorgerufen, hier handele es sich um ein Dokument eines europäischen Registers (Departement Slovak Republic, Netherlands Department).

Tatsächlich ist es aber der Auftakt für einen aus meiner Sicht vollkommen wertlosten Eintrag in einem privat geführtem Internetverzeichnis der Firma DAD aus Hamburg.

Für diesen Eintrag möchte dann DAD auch für die nächsten drei Jahre pro Jahr 890,00 Euro bezahlt bekommen. Das steht wirklich aber wirklich nur winzig im sog. „Kleingedruckten“.

Unternehmer die dann diese Rechnung bekommen und sich fragend an DAD wenden, bekommen dann eine kurze und knappe Ansage, wieso und weshalb das alles rechtens ist und man gefälligst zahlen sollte.

Die bisher von mir vertreten Mandanten gegen DAD / EBN zahlen (bisher) nichts; zumindest nicht an DAD.

Man kann und sollte sich gegen dieses Geschäftsgebaren zur Wehr setzen. Die Gefahr besteht darin, dass solch vertraglichen Ansprüche erst in drei Jahren verjähren. Der betroffene Unternehmer muss also zukünftig damit rechnen, von DAD / EBN gerichtlich in Anspruch genommen werden. Insofern sollte man juristisch vorbeugend tätig werden (Stichwort: negative Feststellungsklage).

Auch wenn DAD vertreten durch Frau Daniela Kunst es derzeit vermeidet, ihr Geschäftsmodell mal aktuell durch das Amtsgericht bzw. Landgericht Hamburg überpüfen zu lassen.

Seitens DAD / EBN ist man ja der Ansicht

„… besteht für eine Stornierung des Vertrages kein Grund, sondern wir könnten von ihrem Mandanten die Einhaltung seiner vertraglichen Pflichten in jeder Hinsicht erwarten. …“

Nun nicht mehr!


Deutscher Adressdienst DAD Hamburg mit EBN weiter aktiv

Die Firma DAD GmbH mit Sitz Alter Wall 65, 20457 Hamburg ist auch 2017 weiter auf der „Suche“ nach potentiellen Kunden.

Dazu scheint gerade das europäische Ausland ein geeigneter Markt zu sein. Das, obwohl Frau Kunst mit dem Adressverzeichnis www[dot]e-b-n.eu nun wirklich nicht neues und innovatives zu bieten hat.

Trotzdem fallen immer wieder europäische Unternehmer auf die Briefe der European Business Number (EBN) herein. Die meisten gehen von einem vermeintlichen Datenabgleich ihrer Firmendaten aus.

Tatsächlich wird ein Angebot zum Eintrag in ein Internet Datenverzeichnis für drei Jahre bei Kosten von 771,00 Euro pro Jahr „angeboten“. Wer das Formular unterschreibt, bekommt Monate später eine erste Rechnung über 771,00 Euro.

Wer sich dann dagegen wehrt, bekommt Post von der „Chefin“ Frau Daniela Kunst.

Darin erklärt Frau Kunst, weswegen es alles seine Richtigkeit habe und man doch in den nächsten Tagen die fällige Rechnung ausgleichen könne/solle/müsse.

Meiner Ansicht nach muss und sollte man gegen den Vertrag mittels anwaltlicher Hilfe vorgehen. Dabei sind die Aussichten nicht schlecht, keine der Rechnungen in Höhe von 771,00 Euro an DAD zahlen zu müssen.

Ich habe nunmehr seit über acht Jahren Erfahrung im Umgang mit DAD und bin gern bereit, Ihnen bei Fragen zum Thema EBN, EuroMedi und DAD behilflich zu sein.

Nachtrag vom 23.08.2017:

Auch bei den Nachbarn in Litauen und Ungarn ist die Firma DAD aktiv, wie ich heute durch einen Anruf aus Litauen bestätigt bekam.

Dort ist eine Firma auf das englisch-sprachige Formular der DAD „hereingefallen“, weil der zuständige Mitarbeiter davon ausging, es handele sich lediglich um einen kostenfreien Datenabgleich für eine europäische (offizielle) Datenbank. Irrtum.

Da kann man nur empfehlen, sich anwaltlich beraten zu lassen und gegen einen möglicherweise, geschlossenen Vertrag vor zu gehen.

 

Anwalt[at]anzeigen-recht.de


Deutscher Adressdienst (DAD) gibt mal wieder auf

Derzeit erreichen mich viel Anfragen aus dem europäischen Ausland bezüglich der Firma Deutscher Adressdienst GmbH aus Hamburg.

Diese ist mit der Werbeplattform in Form eines (nutzlosen) Adressbuchs unter www_(_dot_)_e-b-n.eu europaweit auf Kundenfang.

Aktuell bearbeite ich gerade zwei Sachen mit Firmen aus Finnland und Kroatien gegen den Deutschen Adressdienst.

Aber auch Anfragen aus Rumänien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik erhalte ich wegen des Geschäftsgebarens von der Forma Deutscher Adressdienst mit der Geschäftsführerin Frau D. Kunst.

Das Modell ist denkbar simpel. Unter dem „Titel“ „European Business Number“ werden unzählige Firmen angeschrieben. Das Schreiben wirkt wie ein offizielles Anschreiben einer europäischen Behörde. Obwohl DAD im Schreiben (letzte) Satz schreibt:

„EBN ist not realted to any organisation or institution oft he European Union or Commission.“

Das ändert aber nichts an der optischen Aufmachung und Wirkung der Schreiben.

In einem zweiten beigefügten Fragebogen sind bereits Daten des Adressaten aufgenommen. Unter anderem soll die jeweilige Umsatzsteuer-Identifikation Nummer eingetragen und an DAD zurück geschickt werden.

Was dabei ganz schnell und zu Lasten der Firmen übersehen wird, dass es sich bei DAD mit EBN eben nicht um eine europäische Behörde handelt, die Firmeninformationen amtlich veröffentlich, sondern um einen privaten Adressbuchanbieter mit Sitz in Hamburg, der für den Eintrag der Daten drei Jahre lang einen Betrag von 677,00 Euro pro Jahr haben will.

Frau Kunst ist zwar der Ansicht, ihr Geschäftsgebaren ist in Ordnung und schreibt mir:

„… Unser Formular erlaubt es dem Empfänger selbstverständlich, genau zu wissen, dass er uns mit seiner Unterzeichnung und Rücksendung einen kostenpflichtigen Auftrag erteilt. ..“

Ich kann nur sagen, dass wird den meisten erst bewusst, wenn sie die erste Rechnung bekommen.

Ich schlage mich schon viele Jahre mit der Firma DAD herum.

Ich halte das Geschäftsmodell von Frau Kunst und der Firma für grenzwertig. Es gibt auch Gerichte, die attestieren Firmen die so ähnlich wie DAD arbeiten, dass es sich dabei um sittenwidrige bzw. wucherische Geschäfte handelt.

Gleichwohl hält das die Firma Deutscher Adressdienst GmbH nicht davon ab in 2015 und 2016 weiter nach Kunden zu suchen und diese unter Druck zu setzen. Ich möchte nicht wissen, wie viele Firmen tatsächlich darauf reingefallen sind.

Manche Firmeninhaber oder Geschäftsführer schämen sich sogar dafür, zuzugeben, auf das Anschreiben der DAD hereingefallen zu sein und zahlen dann lieber.

Ich bin der Ansicht, da muss man sich nicht schämen, sondern gegen solche Geschäftsmodelle hartnäckig vorgehen.

Die anwaltlichen Kosten sind in der Regel günstiger als der Preis von Euro 2.031,00!

Aus meiner Erfahrung hilft dann nur massiver Druck vom Anwalt, mit Androhung einer negativen Feststellungsklage vor dem Amtsgericht Hamburg.

Diese vermeidet Frau Kunst gern und mit Sicherheit aus gutem Grund. Deswegen erklärt Frau Kunst in ihrem Schreiben vom 25.01.2017

„… den o.g. Vertrag ausnahmsweise vorzeitig zu beenden. Die o.g. Akte ist geschlossen.“

Denn das Landgericht Hamburg hatte der Firma schon mal die Leviten gelesen.


Wieso Firmen aus den Niederlanden, Kroatien und Rumänien sich von Deutscher Adressdienst GmbH (DAD) nicht einschüchtern lassen

Regelmäßig erhalte ich aus den europäischen Nachbarstaaten ( z. B. Niederlande, Kroatien, Rumänien) Anfragen wegen des Verzeichnis European Business Number (kurz EB Number) geführt von der Firma Deutscher Adressdienst aus Hamburg.

Frau Kunst (die Geschäftsführerin) von der Deutscher Adressdienst GmbH ist mir eine „alte Bekannte“. Seit Jahren verfolge ich ihr Gebaren am Markt. Die Firma Deutscher Adressdienst ist zu Fuß keine zehn Minuten von meiner Kanzlei entfernt.

Seit Jahren ist sie mit ihrer Hamburg Firma auf dem Markt und versucht auch ausländischen Kunden wertlose Adressbucheinträge unter e-b-n.eu zu verkaufen. European Business Number steht für eine Datenbank im Internet, in der Adressen von ausländischen Firmen abgespeichert sind.

Das dazu generierte und den potentiellen Kunden vorgelegte Formular erweckt durch die Bank weg den Eindruck, man habe es mit einer offiziellen Institution der EU zu tun, was natürlich nicht der Fall ist.

Grundsätzlich spricht nichts dagegen, mit einer solchen Datenbank Geld verdienen zu wollen, wenn da nicht der Umstand wäre, dass Frau Kunst sich mit ihrer Firma den Anschein gibt, etwas anderes als eine bloße Datenbank zu sein, die für teuer Geld, Daten im Internet veröffentlicht.

Bei Frau Kunst zahlt man pro Jahr 677,00 Euro und das für drei Jahre.

Für 2.031,00 Euro kann man sicher auch effektiver Werbung für sich und die eigene Firma machen lassen als über die Firma Deutscher Adressdienst.

Auf mein letztes Schreiben vom 30.09.2016 hat mir die Firma Deutscher Adressdienst ausführlich geantwortet und mir zu verstehen gegeben, die Sach- und Rechtslage vollkommen zu verkennen. Das Kosten zu Nutzen Verhältnis sei in Ordnung, weswegen unter anderem die Kosten von 677,00 Euro pro Jahr berechtigt seien.

Das Landgericht Wuppertal hat dies in einem Beschluss vom 05.06.2004 – 9 S 40/14 zu einem ähnlichen Portal (branche100.eu) aber ganz anders gesehen und ist der selben Ansicht wie ich.

„Der Leistung der Beklagten in Form einer jährlichen Zahlung von 910,00 € netto steht als Gegenleistung ihr Eintrag in das Internet-Branchenverzeichnis www.branche.eu“ gegenüber. Letztere Gegenleistung ist jedoch quasi wertlos. …“

Zwar betrifft der zitierte Beschluss nicht die Firma Deutscher Adressdienst GmbH. Im Kern geht es jedoch um das gleiche Geschäft.

Firmen im Ausland, die von der Firma Deutscher Adressdienst GmbH in Anspruch genommen werden, weil ein Formular European Business Number unterzeichnet wurde, sollten sich anwaltlichen Beistandes versichern und gegen diese Firma außergerichtlich und zur Not auch gerichtlich vorgehen. Die Chancen stehen gut, aus dem vermeintlichen Vertrag wieder heraus zu kommen.

Den oben genannten Firmen aus Niederlande, Kroatien und Rumänien konnte ich helfen. Die Firma Deutscher Adressdienst GmbH hat mir gegenüber „die Beendigung des jeweiligen Vertrages“ erklärt.


United lda lässt ein Internet Schuldnerverzeichnis führen – bigeasydoesit

Die Firma United lda ist eine alte Bekannte in der Adressbuch-Szene. Schon seit Jahren nervt sie deutsche Mediziner mit dem „Verzeichnis der Mediziner“ unter TEMDI.COM (The European Medical Directory).

Ich habe bereits über 40 gerichtliche Verfahren gegen United lda vor deutschen Gerichten geführt. In erster Linie ging es in diesen Verfahren darum, dass United lda auf die behaupteten Forderungen / Ansprüche aus Vertrag verzichtete, bzw. das Gericht das feststellen sollte.  Die Rechtsprechung tendiert mittlerweile dazu, dass es bei solch Adressbuchverzeichnissen wie temdi.com nicht „mit rechten Dingen“ zugeht und Ansprüche aus einem Werbeinsertionsvertrag nicht bestehen dürften.

https://www.recht-steuern-hamburg.de/?p=3961

Das hindert aber offensichtlich United lda nicht daran, mit einer neuen Idee zu versuchen, Geld aus den Kunden heraus zu holen. 

Einer meiner Mandanten schlägt sich seit 2012 mit United lda herum und wird diese Firma nicht los.

Etwas über € 3.900,00 will United lda für einen Eintrag der Daten meines Mandanten für 36 Monate kassieren. Die erste Rechnung belief sich auf € 1.300,11 (brutto).

Das hat mein Mandant bereits mit Schreiben vom 12.07.2012 abgelehnt. Ich habe diese Ablehnung wiederholt mit Schreiben vom 07.06.2016 zum Ausdruck gebracht.

Heute erhält mein Mandant ein Fax von „Credit Bussines Solution“.

Darin wird mitgeteilt, dass mein Mandant nun in das Schuldnerverzeichnis „bigeasydoesit.com“ aufgenommen worden sei und der Eintrag erst dann gelöscht wird, wenn alle Rechnungen beglichen sind! Über 90 Personen aus medizinischen Berufen sind in diesem sog. Schuldnerverzeichnis gelistet.

Man soll also Geld auf das Konto der Firma United lda überweisen und dann einem Anwalt Dr. J. C. Garcia in Madrid darüber Meldung per Fax machen.

Nicht nur das ich diesen öffentlichen „Pranger“ für unseriös halte, sondern er verstößt meiner Ansicht nach gegen geltendes Recht und löst Unterlassungsansprüche gegen United lda aus. Zumal ich auch nicht glaube, dass die Schufa mit diesem Verzeichnis zusammen arbeitet.

Wenn schon der Vertrag mit United lda nicht wirksam ist, dann hat United lda auch keine Ansprüche und kein Recht dazu, Daten von vermeintlichen Schuldnern im Internet zu veröffentlichen.

Ich werde meinem Mandanten raten, dagegen vorzugehen. Ein weiterer Betroffener lässt bereits ebenfalls von mir vertreten.

Nachtrag vom 21. Juni 2016 – Schuldnerverzeichnis erloschen

United lda soll angeblich die Firma Credit Collection Factoring s.r.o. damit beauftragt haben, Forderungen gegenüber deutschen Medizinern beizutreiben. Ein längeres Telefonat mit einem Verantwortlichen dieser Firma ergab, dass man von dort aus die Daten der Mediziner an einer gewissen Herrn Garcia abgegeben habe, der dann wohl, ohne Kenntnis von cc-Factoring das Schuldnerverzeichnis unter bigeasydoesit.com angelegt hat.

Mittlerweile (21.06.2016) sind die Daten der Mediziner aus Deutschland dort nicht mehr abrufbar.

Dies bedeutet aber nicht, dass United lda nicht an anderer Stelle mit weiteren Mitteln versuchen wird, seine unberechtigten Forderungen durch zu setzen.


Anwaltshotline – in eigener Sache

Ab sofort bin ich und auch andere Kolleginnen und Kollegen über die

http://www.anwalt-sofortberatung.de/

zu erreichen.

http://www.anwalt-sofortberatung.de/rechtsanwalt-seeholzer/ 

Die Kosten betragen derzeit (01.05.2016) € 1,99 pro Minute inkl. 19% Mehrtwertsteuer.


Vorsicht vor sogenannten Medienagenturen wie zum Beispiel Medienpol Design GmbH

Wieder ein Fall, wo einem kleinen Unternehmen ein „Vertrag“ ausgeschwatzt worden ist, der nicht das Geld wert ist, was der Mandant dafür zahlen solle, dass seine Firmendaten auf einem „Internetportal“ veröffentlicht werden.

Geht man auf dieses Portal unter  go-city.org findet man zumindest nicht die Daten, für die Medienpol Design GmbH Geld haben möchte.

So behauptete die Firma Medienpol Design Gmbh, Industriestrasse 36, 55543 Bad Kreuznach, Geschäftsführer Jürgen Doll, dass der Auftrag von der Firma Medien Marketing  der Firma Medienpol zur weiteren Bearbeitung übergeben worden ist.

Weder wird  eine Abtretung noch sonst eine Vereinbarung vorgelegt, aus der sich ergeben könnte, Medienpol sei wirksam Forderungsinhaber geworden, statt der Firma Medien Marketing aus Riva.

Und Medienpol verlangt für den Eintrag der Daten einen Betrag von zweimal jährlich € 1.185,24 (!) bei einer Laufzweit von drei Jahren mithin € 7.111,44.  Das ist auch für gut verdienende Menschen eine Menge Geld.

Und zahlt der Kunde nicht, wird das Inkassobüro AktivaInkasso eingeschaltet, welches praktischerweise  seinen Sitz bzw. ein Servicebüro in Bad Kreuznach, Industriestr. 36 hat. Sicher kein Zufall.

Und folgt man den Rechnungsnummern, die die Medienpol GmbH den Rechnungen vergibt, so wurde am 04.11.15 die 1214e  Rechnung erstellt, wenn man davon ausgeht, dass Medienpol fortlaufende Rechnungsnummern vergibt.

Damit hätte Medienpol bereits zum genannten Datum einen geschätzten Umsatz von € 1.438.881,36 erzielt.  Kein Wunder also, dass Firmen wie Medienpol Design GmbH in Deutschland weiter so aktiv sind. Es lohnt sich also.

Betroffene sollten sich sofort anwaltliche Unterstützung zur Seite holen und gegen den  vorgeblichen Vertrag vorgehen.

Nachtrag vom 05.04.2016.

Die Firma Medienpol Design GmbH aus Bad Kreuznach erklärt, man habe den in Rede stehenden Anzeigenvertrag von der Werbeagentur Medien Marketing  zu weiteren Abwicklung übernommen.

Das bezweifele ich, solang dafür keine entsprechende Unterlagen vorliegen bzw. vorgelegt werden.

Den bereits von meinem Mandanten gezahlten (nicht unerheblichem) Betrag werde man nicht zurück zahlen.

Aber:

Da uns nur an zufriedenen Kunden gelegen ist, verzichten wir auf Fortführung des Vertrages.

Nee, ist klar…Zufrieden ist hier nur Medienpol Design GmbH bzw. Herr Jürgen Doll…kassiert ab, will aber mit der Sache nicht zu tun haben.


Von solchen Firmen hält man sich lieber ganz fern

Es gibt sie massenweise:

Firmen, die eine Internetplattform als Adressdatenbank nutzen, um kleinen Firmen vollkommen unnütze und teure „Adressbucheinträge“ und andere Dienstleistungen rund ums Internet anzubieten bzw. „aufzuschwatzen“.

So zum Beispiel die Firma A & Z Management AG aus Herisau. Diese betreibt das Portal tipptel24.de. Meine Mandantin hat von dieser Firma eine Rechnung im Dezember 2015 über 399,00 Euro erhalten. 

Weder die Daten meiner Mandantin sind auf diesem Portal zu finden, noch erschließt es sich mir, wie ein Eintrag unter tipptel24.de meiner Mandantin helfen soll, neue Kunden zu gewinnen.

Aus meiner Sicht ist ein Eintrag dort unter tipptel24.de rausgeschmissenes Geld. Einen Werbewert kann ich bei einem Eintrag in ein unbekanntes Adressbuchportal überhaupt nicht erkennen.

Ähnlich verhält es sich mit der Firma BIZ-Zone d.o.o., Teltower Damm in Berlin. Diese Firma hat mit Rechnung vom 05.12.2015 meiner Mandantin 299,00 € in Rechnung  gestellt für ein Produkt namens BIZZONE PLUS 1 Jahr.

Weder auf der eigenen Seite von bizzone.de, noch woanders erfährt man etwas darüber, was man nun denn für sein Geld bekommen soll.

Und schaut man sich das sogenannte Impressum von Biz-Zone an, dann heißt es dort, BizZone.de sei eine Marke der Biz-Zone d.o.o., Vakufska 91 in 75000 Tuzla-BIH (Bosnien-Herzegowina). Ob es sich wirklich um eine eingetragene Marke handelt, lass ich mal hier dahin gestellt sein.

Wie gesagt, unter bizzone.de ist noch nicht einmal auszumachen, was für eine Leistung die Mandantin für € 299,00 erhalten soll.

Den Vogel schießen aber Oertlicher Telefonbuchverlag, CC. Euro Center 153-17, 35100 Fernando und Gewerbe Business im Internet, Einkaufszentrum Büro 235 – 260, 60311 Frankfurt unter adressverzeichnis.info ab.

Da wird demselben Kunden unter derselben Adressdatenbank einmal mit Rechnung von Oktober 2015 Kostenbetrag € 299,00 sowie mit Rechnung von Februar 2015 € 579,98  Geld für eine vorgebliche Leistung berechnet, die per se schon gar nicht zu erkennen ist.  Der Kunde wird also unter den zwei o.g. verschiedenen Firmen angeschrieben und soll „zur Ader gelassen werden“….ohne Worte!

Ganz nebenbei ergibt eine am 15.02.2016 durchgeführte Recherche aber auch kein Trefferergebnis, wenn man nach den Firmendaten der Mandantin sucht.

Fazit: Wer auf die oben genannten Firmen hereingefallen ist, sollte sich fachkundigen Rat holen und auf keinen Fall die Rechnungen bezahlen.


Finger weg – Europäisches Zentralverzeichnis zur Erfassung und Veröffentlichung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern

Man sollte ja meinen, so langsam sei der Markt für solche Adressbuchverlage in Deutschland  ausgedünnt.

Weit gefehlt.

Auch heute bekomme ich von Mandanten zwei Formulare der Firma EUCOMDAT Company Data GmbH aus Wien zugesandt.

Meine Mandanten sollen zur Erfassung der eigenen Umsatzsteuer-Identifikation Nr. und deren Eintrag unter VAT-IDENTIFICATION.es an oben genannte Firma für eine Gesamtlaufzeit von 36 Monaten pro Jahr € 760,00 zahlen.

Kündigt man nicht drei Monate vor Vertrag Ablauf, soll sich der Vertrag um ein weiteres Jahr verlängern.

Nach den Vorstellungen  von EUCOMDAT soll das Recht von Österreich zu Anwendung kommen.

Sollte also jemand „aus Versehen“ dieses Formular unterschrieben haben, darf er sich gerne an mich wenden, wenn er Hilfe braucht.

Zahlen sollte man auf keinen Fall!


Vorsicht ist geboten – neue „Adressbuch-Daten-Bank“ unter hamburg.gewerbe-meldung.de ködert potentielle Kunden

Die Fantasie setzt keine Grenzen.

Jetzt ist ein Formular der Firma Europe Reg Services Ltd., Gerichtsweg 2 aus 04103 Leipzig im Umlauf, mit dem Firmen, Unternehmen und andere aufgefordert werden, Daten wie Internetadresse, Branche, Email Adresse einzutragen und diese dann „gebührenfrei“ an 0800 / 00 22 00 44 per Fax oder per Post zurück zu senden.

Macht man dies, soll nach den Vorstellungen der Verantwortlichen von Europe Reg Services Ltd, 12/1 Forrest Street, St. Julians, STJ 2033 Malta ein Vertrag für 3 Jahre zustande kommen, wonach der Unternehmer für den Eintrag pro Jahr € 348,00 netto zzgl. Umsatzsteuer zahlen soll. Sollte der Auftraggeber nicht rechtzeitig kündigen, verlängert sich der Vertag um weitere 12 Monate.

Der Eintrag in eine solche Datenbank ist so gut wie wertlos, wie ich aus jahrelanger Erfahrung im Umgang mit solch Firmen weiß.

In den AGBs‘ räumt die Firma Europe Reg Services den Auftraggebern unter § 2 ein Widerrufsrecht von 7 Tagen nach Auftragserteilung ein.

Die Erfahrung zeigt auch hier, dass die Rechnung in der Regel erst nach 7 Tagen eintrifft, so dass nach den Voraussetzungen der AGB von einem Widerruf kein Gebrauch gemacht werden kann, weil der Kunde zu spät erkennt, auf ein nicht behördliches Formular hereingefallen zu sein. Denn dieser muss, so die Vorstellung von Europe Reg Services innerhalb von 7 Tagen nach Auftragserteilung per Fax, per Brief oder Einschreiben erklärt werden.

Die Domain hamburg.gewerbe-meldung.de wird nicht beworben. Kein Mensch käme auf den Gedanken, dort eine Firma zu suchen.

Also Finger weg von solch Datenbanken!

Falls doch ein Auftrag erteilt wurde und der Widerruf nicht mehr erklärt werden kann, empfehle ich sich anwaltlicher Hilfe zu versichern.


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