BDP GmbH „droht“ RA Seeholzer mit gerichtlichen Schritten

RA Seeholzer hatte am 24.09.2009 auf seinem weblog www.anzeigenfalle.de unter der Überschrift, „Fa. BDP, CH Schaffhausen betreibt Adressbuch“ in einem kurzen Artikel über einen Teil der Aktivitäten der Fa. BDP berichtet.

Am 25.09.2009 erhält RA Seeholzer eine „Abmahnung“.
Die Fa. BDP stört sich an dem Artikel und der Behauptung, sie betreibe ein Adressbuch unter touristenauskunft.info. Ein Adressbuch sei regelmäßig nur ein Druckererzeugnis. 
Nun, das diese Defintion sich in den letzten Jahren geändert hat, weiss auch wikipedia unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Adressbuch

zu berichten.

Desweiteren stört man sich an der „Bärenfalle“ und daran, dass RA Seeholzer an dem Formular der Firma BDP, so wie es ihm vorgelegt wurde Kritik übt.

Man fordert RA Seeholzer, die „…oben genannten falschen Behauptungen unverzüglich zu unterlassen und von ihren Internetseiten zu entfernen. …“ Dieses sollte geschehen bis zum 30.12.2009, 12.00 Uhr.

Hatte dochRA Seeholzer für eines seiner Mandante gerade der Firma BDP GmbH bis zum 30.09.2009, 12.00 Uhr eine Frist gesetzt, um zu erklären, dass man gegen das Mandat keine weiteren Forderungen habe. Was für ein Zufall….?!

Da auf der Abmahnung nicht zu erkennen war, wer diese in welcher Position unterschrieben hatte, wies RA Seeholzer am 28.09.2009 die Abmahnung aus formellen Gründen zurück.

Soweit auf einer solchen Abmahnung nicht zu erkennen ist, wer dort, in welcher Funktion auftritt und dies ggfs. durch Vorlage einer Vollmacht nachweist, kann die Abmahnung aus formellen Gründen zurückgewiesen werden (vgl. Palandt, BGB, 68. Auflage, § 174 Rd.2).

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