Anzeigenfirmen arbeiten aus der Deckung heraus…

In einem Zivilprozess versucht RA Seeholzer seit Dezember 2008 einer Anzeigenfirma über das Gericht eine Klage zuzustellen. Da die Firma ihren Geschäftssitz in Welgesheim aufgegeben hatte, musste ein neuer Geschäftssitz ermittelt werden.

Der wurde dann auch in Grömitz (Schleswig-Holstein) ausgemacht.  Am 19.03.2009 teilt das AG Bingen dem RA Seeholzer mit, dass auch unter der Strandallee 3 in 23743 nicht zugestellt werden konnte.

Heute erfährt RA Seeholzer, dass dieselbe Firma unter der eben benannten Adresse gerichtliche Mahnbescheide an (vorgebliche) Schuldner zustellen läßt!

Also, wer aktiv unter einer bestimmten Adresse handelt, muss sich im Gegenzug passiv Dokumente zustellen lassen und nicht dafür Sorge tragen, dass er nicht erreichbar ist.

RA Seeholzer vermutet, dass dies mit zum Konzept dieser Firmen gehört. Wer wird schon gerne verklagt und verliert in der Regel auch die Prozesse. Nur ohne eine wirksame Zustellung können Titel wie Urteile oder Kostenfestsetzungbeschlüsse nicht vollstreckt werden, so sieht es nun einmal die ZPO vor.

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