Anzeigenfirma aus Hamburg verliert gleich mehrere Prozesse

Die Firma KWH aus Hamburg, Kieler Strasse 99, 22769 Hamburg hatte noch mit Schreiben vom 26.11.2008 gegenüber RA Seeholzer behauptet, dass ihr ein wirksamer Anzeigenvertrag mit dem Mandanten des Rechtsanwalt Seeholzer vorliege. Deswegen sei das Zahlungsbegehren berechtigt.

Darauf hin hat Rechtsanwalt Seeholzer am 06.03.2009 eine negative Feststellungsklage mit dem Ziel erhoben, feststellen zu lassen, dass der Firma KWH kein Geld zusteht.

Nachdem die Firma KWH mit gerichtlichem Schreiben vom 27.04.2009 aufgefordert worden war anzuzeigen, ob sie sich gegen die Klage verteidigen möchte, passierte nichts und das Amtsgericht Hamburg Altona erliess am 27.05.2009 ein Versäumnisurteil (314A C 58/09).

Der Tenor lautet wie folgt:


1. Es wird festgestellt, dass die Beklagte (Firma KWH (der admin)) keine Ansprüche auf Zahlung aus dem vorgeblichen Insertionsvertrag vom 09.09.2008 unter anderem in Verbindung mit der Rechnung Nr. … gegen den Kläger hat.

2. Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger die außergerichtlichen Anwaltskosten in Höhe von EUR 130,50 zu zahlen.

3. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.

4. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.

Genauso hat es die Abteilung 318C am AG Hamburg Altona gesehen und ebenfalls ein Versäumnisurteil gegen KWH erlassen (VU v. 14.04.2009 318C 26/09).

Wenn nun die Firma KWH der Überzeugung ist, es sei alles rechtsmäßig, wieso wehrt sie sich dann nicht gegen eine solche Klage und fordert ihr Honrar ein?

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