Anwalt wendet sich direkt an Mandantin

Ein RA B. J. aus Köln, wendet sich mit Schreiben vom 03.03.2011 direkt an eine Mandantin des RA Seeholzer. Dieser Anwalt versichert anwaltlich, von der Fa. GWE Wirtschaftsinformations GmbH, Düsseldorf beauftragt worden zu sein.  Eine Vollmacht oder gar Unterschrift enthält sein Schreiben nicht.

Es gibt dabei um die Einziehung einer Forderung für die Fa. GWE Wirtschaftsinformations GmbH, Düsseldorf .

Obwohl RA Seeholzer bereits mit Schreiben vom 21.09.2010 gegenüber der Fa. GWE Wirtschaftsinformations GmbH, Düsseldorf  eine enstprechende Anfechtungserklärung abgegeben hat, wird die Mandantschaft direkt von dem Anwalt aus Köln angeschrieben. 

Besonders „nett“ formuliert ist der Hinweis des RA B. J. aus Köln …

„Bedenken Sie mögliche negative Auswirkungen auf Ihre Kreditwürdigkeit bei etwaigen negativen Auskünften bei Wirtschaftsauskunfsteien oder bei der Schufa. …“

weiter

„Bei der Forderung meiner Mandatin handelt es sich um einen gesicherten vetraglichen Anspruch aus einem rechtlich verbindlichen Dienstleistungsvertrag.“

Hier hat der Kollege wohl etwas missverstanden.

Anzeigenverträge sind grundsätzlich dem Werksvertragsrecht (§§ 631ff. BGB) unterstellt, denn es wird der Erfolg (hier: Eintrag in ein Adressbuch unter gewerbeauskunfszentrale.de) geschuldet; demnach kommt Werkvertragsrecht zur Anwendung (vgl. bei Palandt, BGB, 69. Auflage; Einf. v. 631 Rd. 31).

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